„Gott loben: das ist unser Amt!“

Es begann mit einer vorsichtigen Anfrage per Telefon im März 2008, und ich erreichte eine Frau, die mit ihrem Ehemann auf der Autobahn unterwegs war.

Nach der Pfarrstelle in Achern wollte ich mich erkundigen. Ich erfuhr von der Größe der Gemeinde, aber auch davon, dass der Kirchengemeinderat im November 2007 an die Landeskirche den Antrag auf Errichtung einer zweiten Pfarrstelle eingereicht hatte. Schnell wurde ich hellhörig: Hatte ich vorher schon mein Interesse auf „Achern“ gerichtet, so verstärkte sich dies durch den Hinweis auf eine mögliche zweite Pfarrstelle – schließlich wollte ich ja nicht ohne meine Frau wechseln, die als Pfarrerin arbeitet und weiterhin arbeiten will. Verschiedene Auftakt-Gespräche folgten, bis dass es schließlich so weit war: Die Badische Landeskirche beschloss in Achern die Errichtung einer zweiten vollen Pfarrstelle! Am 28. April fiel dann die Entscheidung in Ihrem Kirchengemeinderat: mit einem eindeutigen Vertrauensvotum für meine Frau und mich, über das wir uns freuen und das wir mit unserem Einsatz gerne beantworten wollen!

Nun könnten Sie meinen: Wenn die Entscheidung bereits am 28. April getroffen worden ist, warum kommen die neuen Pfarrersleute dann erst so spät? Das hat verschiedene Gründe: zum einen sind meine Frau und ich bisher ja in zwei verschiedenen Gemeinden verankert und nicht so ohne weiteres abrufbar – zum anderen war eine seit Jahren anstehende umfangreiche Renovation des Pfarrhauses Martinstraße 9 unumgänglich geworden.

Wir freuen uns natürlich auch darüber, in ein grundlegend renoviertes Pfarrhaus einziehen zu dürfen!
„Wir“, das heißt: unsere Magdalena (10 Jahre alt), unser Dominik (fast 17 Jahre alt), meine Frau und ich.
Vor Jahren bereits waren wir im Kirchenbezirk Kehl tätig, damals im Hanauerland: meine Frau war zuständig für die Kirchengemeinde Memprechtshofen, ich selbst für die Kirchengemeinde Diersheim-Honau. In Diersheim verstarb unser erstes Kind Antje Pia im Alter von sechs Jahren nach einem Unfall – sie wäre jetzt 27 Jahre alt.

Meine Frau Renate Müller-Krabbe wurde im Jahre 1953 in Wurmberg bei Pforzheim geboren und studierte nach ihrem Abitur an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe: mit dem 1. Examen als Abschluss. Anschließend begann sie das Theologiestudium in Bielefeld-Bethel, wo wir einander kennen und lieben lernten. Wir studierten in Heidelberg, von wo aus meine Frau Examen machte, bevor sie ihr Lehrvikariat in Lörrach-Brombach aufnahm – ich selbst „baute“ mein Examen von der Universität Basel aus und begann mein Lehrvikariat in Binzen-Rümmingen. Nach der Ordination begannen wir unsere Dienste im Pfarrvikariat im Kirchenbezirk Schopfheim, danach im Hanauerland, wo wir unsere ersten Pfarrstellen antraten – bis wir nach Pforzheim wechselten: Dort wirkte meine Frau als Seelsorgerin in der Städtischen Kinderklinik und ich in der Sonnenhof-Gemeinde.

Seit dem 1. Oktober 1994 versehe ich – Hans-Gerd Krabbe, 1953 in Nordhorn geboren – meinen Dienst in der Karlsruher Jakobus-Gemeinde – meine Frau seit November 2000 in der Kirchengemeinde Neureut-Kirchfeld. Auch wenn wir uns auf die neue Herausforderung in Achern freuen — so fühlen wir uns andererseits in unseren beiden „alten“ Gemeinden sehr verwurzelt und beheimatet. Meine Verabschiedung wird am 21. November erfolgen, die meiner Frau am 28. Dezember – das heißt: meine Frau beginnt ihren Dienst in Achern am 1. Januar, nachdem die neu erbaute Kindertagesstätte in Kirchfeld fertiggestellt ist.

„Gott loben: das ist unser Amt!“

Unter diesem Leitwort wollen wir unseren Dienst in Ihrer großen Kirchengemeinde aufnehmen, Gott zur Ehre und den Mitmenschen zugute segensreich wirken und Sie alle dazu ermuntern und ermutigen, in genau diesem Sinne zu leben! Wir möchten Sie herzlich in die Gottesdienste und in die Gemeinde einladen und dazu, in der Kirchengemeinde aufzutauchen und aufzutreten, sich einzubringen und mitzuarbeiten. Gott braucht viele „Arbeiter in Seinem Weinberg“!

Zusammen mit meiner Frau grüße ich Sie in Vorfreude auf Achern, Sasbach, Sasbachried, Lauf, Fautenbach, Großweier, Gamshurst!