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		<title>Evangelische Kirchengemeinde Achern - Predigten</title>
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		<description>Predigten, die Pfarrer Dr. Hans-Gerd Krabbe in der Acherner Christuskirche gehalten hat.</description>
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			<title>Evangelische Kirchengemeinde Achern - Predigten</title>
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			<description>Predigten, die Pfarrer Dr. Hans-Gerd Krabbe in der Acherner Christuskirche gehalten hat.</description>
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		<lastBuildDate>Mon, 09 Apr 2012 12:00:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Predigt vom 09.04.12</title>
			<link>http://ekiachern.de/nc/neuigkeiten/article/predigt-vom-090412/</link>
			<description>Ostern
Christuskirche Achern, 9. April 2012
1. Korinther 15,50-58 
Gnade sei mit uns und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Ostern</h1>
<p style="text-align:justify">Christuskirche Achern, 9. April 2012</p>
<p style="text-align:justify">1. Korinther 15,50-58 </p>
<p style="text-align:center">Gnade sei mit uns und Friede:</p>
<p style="text-align:center">von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus! Amen. </p>
Aus dem berühmten 1. Korintherbrief des Apostels Paulus, Kap. 15, die Verse 50-58: ...
<i>Liebe Gemeinde!</i>
»Auferweckung der Toten« ...: naturwissenschaftlich nicht zu beweisen (dafür fehlen schon allein die nötigen Kategorien) – »Auferweckung«: im Grunde für unsere Sinne unfassbar / schwer zu glauben / Menschen heutzutage kaum noch zu vermitteln – und dennoch das Herzstück unseres christlichen Glaubens! Die geheime Mitte! Die sprudelnde Kraftquelle! Damit steht und fällt christlicher Glaube: »Wäre Christus nicht auferweckt worden, so wäre unser Glaube nur eine Illusion und wir selbst: wir wären betrogene Betrüger! Nun aber ist (!) Christus auferstanden!« Halleluja!
<p style="text-align:justify">Da verwandelt sich also ein toter Mensch auf wundersame Weise in eine Art feinstofflicher, höherer Leiblichkeit, geht durch Mauern und Wände – und bietet schließlich diesem einen Jünger namens Thomas auch noch an, seine Hände in seine Nägelmale zu legen. ...: das ist schon stark! Aber wie schwach dagegen ist, all dies, was damals wundervoll geschah, lediglich als fromme Einbildung abzutun, so, als hätten sich die Jünger damals all das nur so ausgedacht: das ist schon äußerst schwach – das wird selbst derjenige einräumen müssen, der rein historisch und rein verstandesmäßig die Osterzeugnisse liest ... </p>
<p style="text-align:justify">Über 500 Brüdern auf einmal ist der auferweckte Christus erschienen (nach 1. Kor. 15,6): nun aber zu behaupten, diese 500 Männer (wie viele Frauen noch dazu gezählt werden müssten, bleibt offen) / also: zu behaupten, diese 500 Männer wären einer ›Fata Morgana‹ aufgesessen, einer frommen Selbst-täuschung erlegen und sie hätten ihr kritisches Denkvermögen komplett ausgeschaltet, all das dürfte wohl nicht überzeugen, sondern in Abrede zu stellen sein. Liebe Leute, es führt wohl kein Weg daran vorbei, die Auferweckung Jesu Christi als Wunder einfach gelten zu lassen! Warum tun wir es dann nicht? / Warum freuen wir uns so wenig darüber? / Warum trauen wir Gott nicht Großartiges zu??</p>
<p style="text-align:justify">Voller Temperament und Leidenschaft, voller Gewissheit steht da ein Paulus hin. Er versteckt sich nicht / er riskiert es, nicht nur mitleidig angelächelt, sondern sogar bedrängt zu werden – aber seine Überzeugung steht: ›Christus ist auferweckt, Er lebt! Und wir sollen auch leben! In Ewigkeit leben! Gott hat grundlegend Neues geschaffen!‹ Und weil das so ist, darum gilt Folgendes: »Wir werden verwandelt werden. Das Verwesliche wird anziehen die Unverweslichkeit, und das Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit! Der Tod ist verschlungen in den Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? / Hölle, wo ist dein Sieg??«</p>
<p style="text-align:justify">Spüren wir es, wie sich der Paulus lustig macht? Wie er den Tod auslacht, ja verspottet und verhöhnt? »Wer zuletzt lacht, lacht am besten!«, könnte Paulus all denen entgegenhalten, die ihn zunächst auslachten. Denn der Tod hat ausgespielt, hat die entscheidende Macht verloren, es gibt ein Danach: nämlich Gottes neue Welt! Gott sei Dank!</p>
<p style="text-align:justify">Es ist nicht unsere Lebensart, auf dem frischen Grab eines Mitmenschen Freudentänze hinzulegen – aber die Frage sei erlaubt: Wo denn bleibt die Auferweckungshoffnung, wenn wir dem Tod begegnen und Abschied nehmen müssen? Meine Frage lautet, ob wir bei aller Trauer und bei allem Schmerz nicht zu stark auf den Tod allein fixiert sind und darüber die Auferweckungs-zukunft vergessen oder gar ersticken! Mit dem Tod ist von Gott her doch eben nicht alles aus! Der Tod markiert doch eben nicht den Schlusspunkt, sondern den Doppelpunkt: ungeahnt Neues beginnt nach meinem Erdentode – Gott sei Lob und Dank!</p>
<p style="text-align:justify">Mit meinen Fragen will ich das Gewicht und den Ernst des Todes keinesfalls verharmlosen (wie schlimm der Tod ist, das müssen Sie mir nicht erzählen) – aber dieses andere, das gehört doch unbedingt dazu! Das, was Gott denen bereithält, die hier auf Erden an IHN glauben! – Von einem lieben Mitmenschen kann ich doch nur Abschied nehmen und meinem eigenen Tod kann ich doch nur entgegenleben, wenn diese Hoffnung in mir mächtig ist! Oder (?): wollen Sie etwa weiterleben ohne Glauben, ohne diese großartige Hoffnung?? / In der Meinung, das hier auf Erden, das sollte schon alles gewesen sein? ›Hinein ins Grab, Erde drauf, das war´s?‹ Liebe Leute, wenigstens von Gott aus ist das zu wenig! Von Gott aus lässt sich sagen: »Horch, das Beste kommt erst noch!«</p>
<p style="text-align:justify">Vielleicht verstehen Sie, wenn ich betone: Menschen ohne diesen Glauben / Menschen ohne diese verwegene Hoffnung sind arm dran (mögen sie ansonsten noch so reich sein!</p>
<p style="text-align:justify">Leidenschaftlich also, voller Temperament, voller Überzeugungskraft streicht Paulus heraus: »Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten und der Erstling geworden unter denen, die da schlafen / die gestorben sind!« Dieses zu wissen, steht für Paulus fest. Das verleiht seinem Leben eine starke Gelassenheit / damit kann er zuversichtlich leben und eines Tages getrost sterben!</p>
<p style="text-align:center">·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Singen wir das Lied 99: »Christ ist erstanden!« </p>
Dieses alte Lied – für mich ist es so etwas wie ein »Protest-song«. Ein Protestlied für das Leben und gegen den Tod. Ein Protest für den Gott, der unser Leben will selbst über den Tod hinaus! Im Glauben an IHN darf ich wissen: Am Ende meines Lebens steht nicht das Ende, sondern: der Vollender / nicht der Tod, sondern der Sieg Gottes / nicht die Hölle, sondern die Herrlichkeit Gottes. 
»Mitten im Leben sind wir vom Tode umfangen«: dieser eine biblische Satz müsste ergänzt werden – dahingehend: ›... und mitten im Tode sind wir vom Leben umfangen!‹ Mein Leben ist also kein Fall nach unten in die ewige Versenkung oder in die ewige Verdammnis – nein, sondern Aufstieg und Heimkehr zu Gott! Dies zu wissen, tut gut!
<p style="text-align:justify">»Christus ist auferweckt«: Wie das geschehen konnte, das weiß ich genauso wenig – wie es geschehen wird, wenn ich nach meinem Erdentode verwandelt werde für die Zeit bei Gott. Aber nichts wäre einfacher, als zu sagen: ›Weil ich es mir nicht vorstellen kann, darum kann ich es nicht glauben!‹</p>
<p style="text-align:justify">Wie Jesus von Gott aus dem Tode auferweckt wurde, das konnte schon damals nicht erzählt, geschweige denn beschrieben und erklärt werden. Daran vergreifen sich die biblischen Autoren mit keinem einzigen Wörtchen, dazu geben sie sich nicht her! Aber <i>dass</i> Auferweckung geschehen war, das konnte und musste erzählt werden / das mussten alle Menschen erfahren / und das müssen auch heute alle Menschen erfahren! Viel zu viele Menschen sterben ohne diese Hoffnung! Auch deshalb, weil Christenmenschen mit dieser lebenswichtigen Botschaft ›hinterm Busch halten‹ und es nicht wagen, damit herauszurücken und weiterzuerzählen! Warum so zurückhaltend, warum so furchtsam? Warum so wenig überzeugt und überzeugend? Dürfen Sie Ihren Angehörigen die Osterbotschaft überhaupt schuldig bleiben? Wenn Sie wirklich glauben, dann müssen Sie es doch weitermelden – sonst stimmt da etwas nicht!</p>
<p style="text-align:justify">Die Auferweckung Jesu Christi war auch für Menschen damals höchst unbegreiflich, ja, Furcht und Zittern ergriff sie, als ihnen der auferweckte Christus erschien. Doch es blieb nicht bei der Furcht. Freude kehrte in ihnen ein / eine Freude, die nicht erklären konnte, aber auch nicht erklären wollte, wie Christus auferweckt worden war! Hauptsache: Er war auferweckt! / Hauptsache: Wir haben eine Zukunft und werden am Tage X ebenfalls auferweckt!</p>
<p style="text-align:justify">Am Schluss von 1. Kor. 15 schreibt Paulus: »Seid fest, seid unerschütterlich im Glauben, nehmt immer mehr zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn!« </p>
<p style="text-align:justify">Das wünsche ich Ihnen, dir und mir: den Glauben an die Auferweckung, die Freude darauf und dieses »Seid fest«: ›Seid fest verwurzelt in diesem österlichen Glauben, allen Spöttern mal keck und munter zum Trotz. Nehmt zu im Glauben an Gott und in den Werken der Nächstenliebe. Denn euer Glaube und euer Tun ist alles andere als umsonst, alles andere als vergeblich! Euer Glaube wird belohnt, gekrönt, vollendet!‹ Amen.</p>
<p style="text-align:justify"><i>Hans-Gerd Krabbe</i></p>]]></content:encoded>
			<category>Predigten</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 12:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Predigt vom 29.01.12 (Oekumenscihe Bibelwoche)</title>
			<link>http://ekiachern.de/nc/neuigkeiten/article/predigt-vom-290112-oekumenscihe-bibelwoche/</link>
			<description> Oekumenische Bibelwoche: Psalmen
Achern, Stadtpfarrkirche »Unserer lieben Frau«, 29. Januar...</description>
			<content:encoded><![CDATA[&nbsp;Oekumenische Bibelwoche: Psalmen
Achern, Stadtpfarrkirche »Unserer lieben Frau«, 29. Januar 2012
Psalm 13,1-6


<p style="text-align:center">Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes</p>
<p style="text-align:center">und die Kraft Heiligen Geistes sei mit uns allen! Amen.</p>
<p style="text-align:center">&nbsp;</p>
<p style="text-align:center">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify"><i>Liebe Mitchristen!</i></p>
<p style="text-align:justify"><i>&nbsp;</i></p>
<p style="text-align:justify">Es ist bereits das dritte Mal hier bei uns in Achern, dass es zu einem sog. Kanzeltausch kommt: Pfr. Giesler steht heute morgen auf der Kanzel in der Christuskirche / ich nun stehe heute morgen hier vor Ihnen! Und ich will gleich hinzufügen: Ich freue mich sehr darüber! Liegt darin doch ein starkes oekumenisches Signal!</p>
<p style="text-align:justify">Es ist in unserer Zeit wohl zunehmend wichtig, dass wir Christen zusammen-rücken und zusammenstehen. Sicher, da sind Unterschiede zwischen den Konfessionen, aber da gibt es auch erfreulich viel Gemeinsames! Wir berufen uns auf die Bibel, gründen uns auf Jesus Christus, fragen nach Gottes Geboten, singen zum Lobe Gottes!</p>
<p style="text-align:justify">Es ist gute Tradition zwischen unseren Gemeinden hier vor Ort, dass wir uns zusammenfinden zur oekumenischen Bibelwoche: dass wir also gemeinsam auf Gottes Wort hören, dass wir gemeinsam danken und bitten, dass wir hier im Gottesdienst in der Gegenwart Gottes zusammen sind, dass wir Seinen Segen erbitten und in Seinem Frieden unsere Wege gehen! </p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Psalmen stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Bibelwoche, Psalmen aus dem Gebetbuch Israels. Das heißt: Wir berufen uns auf die jüdischen Wurzeln unseres christlichen Glaubens und verbinden uns mit dem Glaubensgut des Volkes Israel! Wir bekennen uns damit zu dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, zu dem Gott Davids und Salomos, zu dem Gott zweier Könige, denen verschiedene Psalmen zugeschrieben worden sind.</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Psalmen – das sind gesungene Gebete, Gedichte, Klagen und Loblieder, in denen sich menschliche Schicksale widerspiegeln. Psalmen – das sind Bibelworte voller Temperament und Leidenschaft, voller Höhen und Tiefen, voller Anfechtung und Glaubensgewissheit! Psalmen – das sind Worte aus alter Zeit, die uns Menschen heute angehen! Psalm 23: wer kennt ihn nicht? Wer spürt da nicht die tiefe Geborgenheit, das starke Gottvertrauen, wenn es da heißt (?): »Der HERR ist mein Hirte!«</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Nun denn, heute der erste Psalm der diesjährigen Bibelwoche – hören und bedenken wir die Worte aus Psalm 13 in den Versen 1-6: »…« (soweit).</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Er fällt sogleich ›mit der Tür ins Haus‹ / es platzt aus ihm heraus mit Fragen und Klagen … Keinerlei behutsame Einleitung, kein Wort des Dankes etwa zu Beginn, wie es sich für ein frommes Gebet doch wohl gehören könnte (!), nein, der Psalmbeter kommt ohne Umschweife gleich zur Sache: mit Anfragen und mit Anklagen und Aufforderungen! Alles andere als zimperlich geht er vor. Schonungslos konfrontiert er Gott mit dem, was ihn umtreibt. Er wählt keine feinsinnige liturgische Sprache, nein, viermal gar fordert er Gott heraus! Viermal beginnt er mit den Frageworten: »Wie lange noch …!« / »Wie lange willst DU mich vergessen / wie lange verbirgst Du Dich vor mir? / Wie lange soll ich mich noch sorgen / Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben?«</p>
<p style="text-align:justify">Der Psalmbeter greift an: greift Gott an und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Er überschüttet Gott mit Beschwerden und Vorwürfen …: Darf denn ein Mensch so mit Gott umspringen?? / Darf sich ein Mensch das erlauben?? / Weiß er denn nicht mehr, was sich gehört?? </p>
<p style="text-align:justify">Man wird wohl nicht so weit gehen, zu behaupten, der Psalmbeter würde Gott einen Termin setzen oder ein Ultimatum stellen, bis dass ER einschreiten und helfen müsste – aber das viermalige »Wie lange noch??« stellt Fragen voller Ungeduld, voller Enttäuschungen! Ja, liebe Leute, es scheint wohl so, dass dieser Psalmbeter enttäuscht worden ist: von Gott enttäuscht worden ist! Und dann auch noch diese Feinde, diese Gegner, diese Widersacher: die machen sich lustig über ihn, die verlachen ihn und treiben ihren Spott: letztlich über Gott! – Und was tut Gott? Wie reagiert ER? Reagiert ER überhaupt?? Oder lässt ER all dem menschlichen Treiben, auch der Gotteslästerung freien Lauf?? – Der Psalmbeter kann und will das nicht wahrhaben, und deshalb protestiert und rebelliert er, deshalb appelliert er an Gott (!): »Wie lange noch??« Er könnte genauso fragen: ›Merkst DU, Gott, denn nichts?? Merkst DU, Gott, denn nicht, was vorgeht, was Menschen treiben, wie sie lästern und DIR auf der Nase herumtanzen?? Bist DU so am Ende, dass DU am Ende nur noch zu allem ›Ja und Amen‹ sagen kannst??‹</p>
<p style="text-align:justify">Der Psalmbeter entwickelt sich zum wahren Protestanten: zu einem Menschen nämlich, der sich für Gottes Sache einsetzt, für Gottes Ehre! Und deshalb wendet er sich an Gott: mit all seinen bohrenden Fragen! In seiner Herzensangst, in seiner Ratlosigkeit, in seiner Hilflosigkeit gegenüber denen, die sich in unverschämter Schadenfreude als Sieger sehen – in all seiner Not wendet sich der Psalmbeter aber immer noch an Gott, an wen denn sonst!</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Was das für uns heißt? – Der Psalmbeter könnte uns zum Vorbild darin werden, uns ungeniert an Gott zu wenden / Gott mit allem zu kommen, was uns auf der Seele liegt und unter den Nägeln brennt! Uns erwartungsvoll an Gott zu wenden und darin nicht locker zu lassen! Ist es so (?), dass wir Menschen Gott viel zu selten in Pflicht nehmen: in die Pflicht, für uns zu sorgen, uns beizustehen und zu helfen? »Ich lasse DICH, GOTT, nicht, es sei denn, DU segnest mich zuvor!« (Gen. 32,27) – schleuderte einst ein Jakob seinem Gott entgegen!</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">›Schaue doch, erhöre doch, erleuchte doch, bekämpfe und dämpfe meine Feinde, verdirb ihnen die Schadenfreude‹: mit diesen Bitten liegt der Psalmbeter in seinem Gebet vor Gott, bei allem Kampf immer noch mit einem Rest von Vertrauen: Wer denn kann helfen, wenn nicht GOTT??</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Merk-würdig, überraschenderweise, doch da passiert´s: dieser Umschwung von der Klage zum Lob! Was mit Stöhnen und Seufzen begann, endet mit Singen und Freude / was mit schweren Vorwürfen zu Gott begann, endet mit Vorschusslorbeeren: wie nur das? </p>
<p style="text-align:justify">Das Gemüt treibt Purzelbäume / die Gefühle jagen hin und her / der Mensch weiß nicht aus noch ein, aber dann, dann auf einmal, völlig unerwartet, mitten aus aller Ungeduld, aus allem Drängen heraus: dieser Umschwung, diese Wende!</p>
<p style="text-align:justify">Martin Luther schrieb 1530: »Wenn einer das könnte und sich in der Traurigkeit so herumwerfen könnte, dass er die Dinge des Zorns aus den Augen täte und sich allein auf die Barmherzigkeit würfe: der hätte schon gewonnen!« </p>
<p style="text-align:justify">›Sich so herumwerfen können‹: wer kann das? ›Sich so herumwerfen können‹: von Klage und Frage in den Lobgesang (?) / von Zweifel und Ungeduld in Glaubensgewissheit?? Wie denn nur kommt´s zu dem Bekenntnis (?): »Ich aber traue darauf, dass DU so gnädig bist / mein Herz freut sich, dass Du so gerne hilfst! Ich will dem HERRN singen, dass ER so wohl an mir tut!«</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Liebe Mitchristen, da ist Gott am Werk. Das ist Gottes Tat: ER selbst legt dieses Glaubensbekenntnis in Herz und Seele. Gott selbst stärkt bis dahin, dass ein Mensch bekennt: »Mein Herz freut sich, dass DU so gerne hilfst!« </p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Um dieses Herz, um diese Seele, um diese Freude, um diese Hilfe dürfen und sollen wir Gott erwartungsvoll bitten. ER kann und wird uns letztendlich nicht enttäuschen! Amen.</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Predigten</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 12:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Predigt vom 2. Sonntag nach Epiphanias</title>
			<link>http://ekiachern.de/nc/neuigkeiten/article/prediglt-vom-2-sonntag-nach-epiphanias/</link>
			<description>2. Sonntag nach EpiphaniasAchern, 15. Januar 20121. Korinther 2,1-10Die Gnade unseres Herrn Jesus...</description>
			<content:encoded><![CDATA[2. Sonntag nach Epiphanias<br />Achern, 15. Januar 2012<br />1. Korinther 2,1-10<br /><br /><br />Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes<br />und die Kraft Heiligen Geistes sei mit uns allen! Amen.<br /><br />Wenn einer nicht gut rechnen kann, dann sollte er nicht unbedingt Kaufmann werden – und wenn einer kein Blut sehen kann, nicht Arzt oder Kranken-schwester oder ganz anders: Metzger werden. Ohne Training wird keiner ein guter Fußballspieler, ohne Übung niemand ein guter Klavierspieler ... Auf den Pfarrer gemünzt, müsste das heißen: Wenn einer nicht gut predigen kann, dann kann er kein guter Pfarrer sein. Stimmt doch – oder?<br /><br />Wir kennen vielleicht verschiedene Prediger, Evangelisten, Pfarrer: Karl Barth, Dietrich Bonhoeffer, Martin Niemöller – Jörg Zink und Johannes Kuhn – nicht zu vergessen: Billy Graham und Ulrich Parzany. Meine Frage: Wie sollen sie sein, die Prediger des Wortes Gottes / die ›minister verbi divini‹? ... Rhetorisch brillant, argumentativ unschlagbar, gefühlvoll einfühlsam, mit großer Ausstrahlungskraft? Stets würdevoll lächelnd, vollmundig, einschmeichelnd – aufrichtig und glaubwürdig? – Ich frage mich selbst: wie soll ich als Pfarrer sein und wirken? Es jedem recht machen, jedem nach dem Munde reden, stets auf Harmonie bedacht sein, niemandem etwas Kritisches zumuten / etwas, was ihm oder ihr nicht schmeckt? Wie soll ich als Pfarrer sein und wirken: tief im Glauben verwurzelt, über jeden Zweifel erhaben, stets mit einer Bibelstelle auf den Lippen? Sollte ich ohne Klage, ohne Zweifel, ohne Frage, ohne Seufzer gegenüber Gott sein?<br /><br />Da kommt der Apostel Paulus daher. Dieser große, aber von Statur wohl kleine Paulus. Er erlebte alles andere als einen starken, imponierenden, berauschenden Auftritt auf dem Areopag in Athen, im Theater in Ephesus oder nun in der Hafenstadt Korinth. Mit Angst, Furcht und Zittern steht er da vor der Gemeinde – man sollte meinen, einem gestandenen Mann wie dem Paulus sei so etwas vollkommen fremd! Da steht kein überzeugender, kein bestechender Redner – im Gegenteil: einer, der auch noch zugibt, in welcher Schwäche er da vor der Gemeinde steht! Man könnte Mitleid mit ihm haben! Einer, der am liebsten gekniffen hätte und fortgelaufen wäre. Da ist kein Strahlemann von Prediger, kein Meister in Sachen Rhetorik – nein, sondern einer, der sagt: »Ich komme nicht mit hohen Worten und nicht mit hoher Weisheit zu euch. Ich stehe vor euch in Schwachheit, in Furcht und mit großem Zittern!«<br /><br />Aber – hören Sie selbst seine eigenen Worte, aus 1. Korinther 2, die Verse 1-10: ...<br /><br />Liebe Gemeinde!<br /><br />... es wird nicht einfach das Lampenfieber gewesen sein oder die Aufregung. Vielleicht liegt´s am so großen Auftrag, Menschen für Gott zu gewinnen! Vielleicht liegt´s an Fragen, die den Paulus umtreiben / an Problemen, die ihm den Schlaf rauben. Fragen wie: ›Was denn bewirken meine Worte, wen denn&nbsp; interessieren sie wirklich? Tut sich was, bewegt sich was, ändert sich was? Fangen die Menschen an, nachzudenken, zu Gott umzukehren, zu beten und Bibel zu lesen? Oder hören sie sich das alles nur so an, lassen den Wortschwall über sich ergehen? Denken sie, das alles sei nur frommer Firlefanz, nur Spekulation, aber ›ohne Hand und Fuß‹? Hat´s denn überhaupt Sinn und Zweck, dass ich hier stehe und predige und mir den Mund fusselig rede?? Was kommt denn dabei heraus, was bringt´s??‹ – Es gibt wohl keinen Diener am Worte Gottes, der nicht irgendwann immer wieder von solchen Fragen angefochten würde ...<br /><br />Wichtig ist, dass Paulus offen ausspricht, wie es ihm als Prediger erging und wie ihm dabei zumute war: dass er so manches Mal Angst hatte / dass er von Zweifeln geschüttelt wurde / dass auch ihm eben nicht mit jeder Predigt ein überzeugender Wurf gelang / dass auch er bei vielen Menschen mit seinen guten Worten eben nicht ankam und trotz bestem Willen mit seiner Predigt ›Schiff-bruch‹ erlitt! Da steht er nun, der Prediger Paulus: in menschlicher Schwachheit – und dennoch: der große Prediger, der ganz große Apostel! Warum er, ausgerechnet er, einer der ganz Großen?<br /><br />Paulus erfährt´s am eigenen Leibe: gerade auch durch schwache und furchtsame und zögerliche Menschen hindurch kann Gott Großes und Großartiges wirken! Aus ganz kleinen, unscheinbaren, auch unbedeutenden Menschen kann Gott im Glauben große und feste Menschen machen, kann Gott Segensreiches wirken! Gott kann sogar mich ›Angsthasen‹, mich Bedenkenträger, mich Zweifler ..., Gott kann sogar mich gebrauchen, mich, der ich mir das gar nicht zutraue! Auch bei all meiner Schwachheit und Unsicherheit, aber Gott kann und will Großes mit mir anfangen! <br /><br />Paulus könnte sich selbst fragen: ›Wer bin ich denn ... Bin ich dieser große Prediger, für den mich die Leute halten? Bin ich jemand Besonderes? Nein, und noch einmal nein! Ich bin jemand, der Gott nötig hat – jemand, der ohne Gott nicht ist und der ohne Gott nichts Sinnvolles tun kann. Ich bin jemand, der dies weiß. Jemand, der ganz und gar, täglich, stündlich von Gott und Seiner Gnade allein das Leben hat. »Aus Gottes Gnade bin ich, was ich bin!« Weil Gott mich will, weil Gottes Geist in mir arbeitet, weil Gott mich begabt und beauftragt und begleitet – nur deshalb bin ich, was ich bin: groß von Gott her, wenn auch menschlich klein und gering. Ich bin im Grunde nichts Besonderes. Ich bin bestenfalls das Gefäß, das aber Gott füllen muss. Ich stell´ mich Gott zur Verfügung und vertraue darauf, dass Gott mit mir etwas anfängt. Ich sage zu Ihm: »Herr, hier bin ich. Nun bist Du an der Reihe. Mach´s mit mir, wie´s Dir gefällt! Aber lass mich etwas sein zum Lobe Deines Namens!«‹<br /><br />»Aus Gottes Gnade bin ich, was ich bin«: Das ist ja gerade Gnade, dass Gott einen Menschen findet, der Ihn nicht sucht! Das ist ja gerade Gnade, dass Gott einen Menschen fragt, der nicht nach Ihm fragt! Das ist Gnade, dass Gott Menschen wie dich und mich sucht und findet und gebrauchen kann und in Dienst nimmt! Dass Gottes Geist uns Menschen aufrüttelt, antreibt, begeistert, beflügelt: uns zaudernde, zögerliche, auch verzagte Menschen!<br /><br />Weil das so ist, kann ich mich nicht mehr zurückziehen und mich nicht mehr entschuldigen wollen: ich sei zu jung, zu schwach, zu alt, zu klapprig und ich hätte sowieso immer viel zu wenig Zeit. Eine ältere Frau, die krank und gebrechlich ist, kann vielleicht immer noch beten / ein Konfirmand, der mehr ans Kicken denkt oder an die Disco, kann andere Dienste in der Gemeinde übernehmen, aber ja! Auch ein Familienvater hat´s nicht leicht, sich hinter Ausflüchten zu verschanzen, wenn Gott gerade auch ihn sucht und in Dienst nehmen will! Keiner ist überflüssig, jeder wird gebraucht »im Weinberg Gottes!« Keiner von uns ist vor Gott sicher, weil Gott jeden von uns suchen und finden und einsetzen will! Und dies alles – nur zu unserem Glück!<br /><br />Worin denn nun liegt die Größe beim Paulus? – Darin, dass er Gott wirken lässt. Darin, dass er sich Gott ganz zur Verfügung stellt. Auch darin liegt seine Größe: dass er sich seiner Angst und Schwachheit nicht schämt!<br /><br />In seiner menschlichen Schwäche ist ein Paulus nicht verstummt. Unermüdlich hat er Gottes große Liebe verkündigt, wenn auch manches Mal zitternd und mit weichen Knien. Er hat die Botschaft weitergegeben, die in menschlichen Augen als töricht und lächerlich erscheinen mag: die Botschaft vom Gekreuzigten und Auferweckten! Darin, in diesem Herrn allein, da liegt eure Stärke, sagt Paulus. Und: »Unser Glaube besteht nicht auf Menschenweisheit, nicht auf menschlicher Einbildung, sondern auf Gottes Kraft!«&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br /><br />Der kraftlose Apostel empfängt all seine Kraft aus diesem Jesus Christus – so, wie ein Baum all seine Kraft aus den Wurzeln zieht. Dieser Jesus Christus macht den immer wieder schwachen Paulus stark im Glauben, stark in der Liebe, stark in der Hoffnung, mutig und verwegen sogar. Paulus weiß: Nicht ich bin´s und mach´s, sondern Gottes Geist in mir und durch mich. Ich bin das Gefäß, das Gott immer neu füllen muss. Ich strecke Ihm meine leeren Hände entgegen, aber ER lässt sie nicht leer. Ich bin höchstens der Kanal, durch den hindurch Gott Menschen erreichen will. Gott selbst wird durch mich hindurch predigen und Menschen ansprechen und anrühren und neu ausrichten. Hoffentlich kann Gott etwas mit mir anfangen und andere Menschen zum Glauben führen.<br /><br />Drei Sätze zum Schluss:<br />Gott nimmt unvollkommene Menschen wie dich und mich in Seinen Dienst. Gottes Wort, an die Menschen weitergegeben, soll nicht leer zu Ihm zurück-kommen, sondern wirken. Gottes Heiliger Geist arbeitet auch heute! Amen.]]></content:encoded>
			<category>Predigten</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 12:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Predigt vom 24. Dezember</title>
			<link>http://ekiachern.de/nc/neuigkeiten/article/predigt-vom-24-dezember/</link>
			<description>
Christmette
Sasbach, 24. Dezember 2011, 16 Uhr
Achern, 24. Dezember 2011, 18 Uhr
Jesaja...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify"></p>
<h1>Christmette</h1>
Sasbach, 24. Dezember 2011, 16 Uhr
<p style="text-align:justify">Achern, 24. Dezember 2011, 18 Uhr</p>
<p style="text-align:justify">Jesaja 9,1.5</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Diese Nacht, liebe Gemeinde, ist anders als andere Nächte. Diese Heilige Nacht, in der der Himmel über uns offen steht / in der Gott jedem von uns ganz, ganz nahe kommen will! / Diese Nacht, die erfüllt ist vom Frieden Gottes und von Seiner Freude. / Dieser Friede Gottes will uns alle erreichen und bewegen. Keiner soll unberührt bleiben, keiner unberührt von dannen ziehen. Gott will jeden einzelnen von uns in Seinen tiefen Frieden hineinziehen ...: was auch vorher war / wie aufgescheucht sich auch jemand fühlen mag / selbst wenn da Ärger in einem nachwirkt und wir noch gar nicht recht auf Weihnachten eingestimmt sind ... Selbst wer sich wie ausgebrannt vorkommt, leer, traurig, einsam / selbst wer seine Mühe hat, in dieser Welt mit all ihren Schrecken an Gott zu glauben / auch wer lange nicht in der Kirche war: Keiner sei heute Abend hier, der von Gottes Botschaft nicht berührt und verändert wird – keiner sei hier, der nicht die Wärme der Botschaft spürt, dass Gott jeden von uns in Seinen Frieden hineinnehmen und mit Seiner großen Liebe beschenken will! ›Du, hör zu und lass Dir´s sagen: Du sollst von Gott her ein froher und glücklicher Mensch werden, ein Mensch voller Zuversicht!‹ </p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Worte aus dem Prophetenbuch Jesaja für heute Abend – aus Jesaja 9, zunächst Vers 1: </p>
<p style="text-align:justify">»Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht – und über denen, die im Land der Finsternis wohnen, scheint es hell!«</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Diese großartige Vision, mehr als 2.700 Jahre alt, stammt vom Propheten Jesaja, aus dem Alten Testament – Christen nun haben diese Vision auf Jesus Christus bezogen, genauso den Vers 5, wenn es da heißt:</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">»Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf Seiner Schulter. Man nennt ihn: ›Wunderbarer Ratgeber / starker Gott / Vater in Ewigkeit / Fürst des Friedens!‹«</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Wohlgemerkt: diese Vision wird in dunkler Zeit geboren. Aber – diese Vision reißt heraus aus dem Dunkel, weckt Hoffnung und frischen Lebensmut! Die Zukunft sah düster aus, doch genau vor diesem Hintergrund entwickelte Jesaja seine Vision! Er sieht Gott eingreifen, er sieht Gott alles zum Guten wenden!</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Viele Menschen wissen, was das bedeutet: »im Finstern wandeln«. Manch einer kennt ›das Tal der Tränen‹. Wenn da jemand mutterseelenallein dasteht, niemanden hat und das heute Abend besonders spürt / wenn da jemand um seinen Arbeitsplatz fürchtet oder ihn gar verloren hat / wenn da die Ehefrau einen anderen hat / wenn da jemand den Kopf in den Sand steckt und nicht mehr weiter weiß ...</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Menschen in anderen Ländern dieser Erde: im Nahen und Mittleren Osten, in Israel und in Ägypten, im Iran und im Irak, in Pakistan und in Afghanistan: mit sorgenvollen Blicken in die Zukunft ...: sie alle möchten sich anstecken lassen vom »Friedenslicht aus Bethlehem«! – Menschen auch hier in Achern, in deren Leben es trotz all der vielen Lichter draußen nicht heller und wärmer und freundlicher wird ...: sie möchten sich anrühren lassen von diesem »Friedens-licht aus Bethlehem«!</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Liebe Leute, Weihnachten heißt nicht: ›alles okay‹ / ›alles gut‹ / ›heile Welt‹ / ›eitel Sonnenschein‹ / alle Risse und Spannungen, alle Krisen und Konflikte: einfach gelöst ... Weihnachten heißt: Gott kommt in diese unweihnachtliche Welt, in diese friedlose Welt: mit Seinem Frieden, in diese freudlose Welt: mit Seiner Freude, in diese unruhige Welt: mit Seinem Stillschweigen. Weihnachten heißt: Gott nimmt meine Dunkelheit nicht einfach weg, nein – aber ER kommt mitten hinein in meine Dunkelheit und zündet Hoffnungslichter an! Gott sagt dir heute Abend durch mich hindurch auf deinen Kopf zu: ›Dir soll geholfen werden! Du sollst aufleben und dich von Herzen freuen. Durch Jesus Christus soll es in dir heller und wärmer und freundlicher werden!‹</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Augenblick noch, eine Frage noch: Was erwarten Sie eigentlich von Weihnachten? – Berge von Geschenken, Berge von Geschenkpapier? / Strahlende, leuchtende Kinderaugen? / Wenigstens für ein paar Stunden heile Welt in der Familie? / Zeit zum Verschnaufen, bis die ›Tretmühle‹ wieder anläuft? / Bis der Alltagstrott Weihnachten schnell wieder vergessen lässt? – Erwarten Sie, dass Gott in diese Welt einkehrt und sogar in Ihr eigenes Leben, dass ER eingreift und verändert, dass ER Schwung in Ihr Leben bringt und ein Herz für andere? – Oder halten Sie die biblische Botschaft für ein vielleicht noch wohlklingendes, aber im Grunde leeres Wortgeklingel?? / Vielleicht gerade noch gut für Gottesdienste wie diesen, aber nicht gut genug für das Leben draußen im Alltag der Welt??</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Liebe Leute – Gott fragt nicht groß daher, Gott schafft Fakten! ER bricht ein, um bei uns Menschen zu sein! ER überlässt die Welt und dich nicht sich selber. Gott greift ein: helfend, heilend, rettend, befreiend! Gott kommt soz. ›auf leisen Sohlen‹, durch ›die Hintertür der Welt‹ auf geheimnisvoll-wunderbare Weise, ausgerechnet in einem schwachen, hilflosen Kind! Doch dieses Kind verändert die Welt und die Herzen von Menschen. Dieses Kind weckt die uralte Sehnsucht, die genauso unsere Sehnsucht ausmacht: die Sehnsucht nach Freude und Harmonie, nach Licht, nach Wärme und Güte und Liebe unter den Menschen – die Sehnsucht nach Verständnis, nach Herzlichkeit und Zärtlichkeit – die Sehnsucht: »es wird nicht dunkel bleiben ...« </p>
<p style="text-align:justify">Ja, Weihnachten heißt: ›Es wird nicht dunkel bleiben / es soll auch nicht dunkel bleiben über denen, die im Dunkeln sitzen, also in Angst und Sorge, in Krankheit und Schmerzen, in Zweifel und Gefahr.‹ Zum Glück ist das so: »Gott lässt uns nicht in den Finsternissen steh´n«, ›Gott gibt die Welt und uns Menschen nicht verloren!‹ Gott eröffnet uns eine Zukunft, die auch am Ende unseres Lebens kein Ende hat! Darum: »Freuet euch, ihr Christen alle / freue sich, wer immer kann / Gott hat viel an uns getan!« Amen.</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify"><i>Hans-Gerd Krabbe</i></p>]]></content:encoded>
			<category>Predigten</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 12:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Predigt vom 18. Sonntag nach Trinitatis</title>
			<link>http://ekiachern.de/nc/neuigkeiten/article/predigt-vom-18-sonntag-nach-trinitatis/</link>
			<description>18. Sonntag nach Trinitatis
Achern, 23. Oktober 2011
Markus 10,17-27

 Die Gnade unseres...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify">18. Sonntag nach Trinitatis</p>
<p style="text-align:justify">Achern, 23. Oktober 2011</p>
<p style="text-align: justify;">Markus 10,17-27</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p style="text-align:justify"><b>&nbsp;Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes</b></p>
<p style="text-align:center">und die Kraft Heiligen Geistes sei mit uns allen! Amen.</p>
<p style="text-align: center;"></p>
<p style="text-align:justify">Unser Predigttext heute, aus Markus 10: ...</p>
<p style="text-align:justify"><i>Liebe Gemeinde!</i></p>
Eine spannungsgeladene Geschichte, die wir soeben gehört haben! Da wird der Finger so richtig in die Schwachstelle gelegt. Kein happy-end, kein harmonischer, friedlicher, versöhnlicher Abschluss. Nichts davon, im Gegenteil. Da muss sich wohl jeder von uns die empfindliche Frage gefallen lassen, die da lautet: ›Bin ich dem reichen Jüngling vergleichbar, der von Jesus wegläuft? ‹
<p style="text-align:justify">Vom ›reichen Jüngling‹ ist die Rede. Alle, wohlgemerkt: alle (!) Gebote hat er von Jugend auf gehalten, vielleicht, seitdem er konfirmiert wurde: »Du sollst nicht töten, nicht stehlen, nicht ehebrechen, nicht falsch´ Zeugnis reden, Vater und Mutter ehren ...« – Können wir von uns behaupten, alle, aber auch alle Gebote Gottes gehalten zu haben?? Könntest du mit blütenweißer Weste Gott gegenübertreten, hinstehen und kundtun, alle, aber auch alle Gebote gehalten zu haben??</p>
<p style="text-align:justify">Sind wir nicht immer schnell dabei, Gottes Gebote an uns auszuhöhlen, abzuschwächen, umzubiegen, unseren eigenen Interessen anzugleichen? Wo fängt denn Stehlen an: gibt´s da inzwischen verschiedene Spielarten, Abstufungen, Härtegrade? Geistlicher Gedankenklau (?): inzwischen erlaubt? / Plagiatsvorwürfe gegenüber Doktor-Arbeiten (?): nur eine Bagatelle? / Ist das inzwischen nicht schon fast selbstverständlich, im Betrieb etwas mitgehen zu lassen, es mit der Steuererklärung nicht so ganz ernst zu nehmen, ohne Skrupel Schwarzarbeit zu leisten? – Wie steht´s denn mit dem Gebot: »Du sollst nicht töten« – wenn in unserem Land laut Statistik jede dritte Frau mindestens eine Abtreibung hinter sich hat?? – »Falsch´ Zeugnis reden ..«: Wie schnell sind wir dabei, zu lügen, zu betrügen, es mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen / wie schnell sind wir dabei, einen anderen Menschen schlechtzureden, natürlich hinter seinem Rücken, so dass er sich nicht wehren und ich locker-leicht die Unwahrheit verbreiten kann! Man redet von »mobbing«: da wird Rufschädigung betrieben, verleumdet, natürlich von lauter Feiglingen, die ihre eigene Schwäche kaschieren und ummänteln wollen ...</p>
<p style="text-align:justify">Aber dieser eine junge Mann, der nimmt´s mit dem Glauben ernst, der setzt alles daran, um nach Gottes Geboten zu leben. Jesus schaut ihn an – und gewinnt ihn lieb!</p>
<p style="text-align:justify">Hier, an dieser Stelle möchte ich am liebsten »Amen« sagen und schließen. Etwas Besseres kann dem jungen Mann doch gar nicht passieren, als dass Jesus ihn liebhat! Ihn in die Arme nimmt, ihn ins Herz schließt! Sich freut und es also bestätigt: ›Ja, dieser junge Mann lebt wahrlich so, wie Gott es will!‹</p>
<p style="text-align:justify">Wenn Jesus Christus dich heute so anschaut und lieb gewinnt, dann ist dieser Sonntag für Dich ein Sonnentag ohnegleichen, ein Freudentag wie kein anderer! Dann kannst du fröhlich deine Straße ziehen, voller Zuversicht und Gelassen-heit. Dann kann dir im Grunde nichts mehr passieren, dann bist du gerettet für Zeit und Ewigkeit! Schon jetzt auf sicherem Kurs ans Ziel deines Lebens!</p>
<p style="text-align:justify">Doch ich kann an dieser Stelle noch nicht »Amen« sagen. Denn unsere Geschichte geht ja noch weiter. Jesus hat diesen jungen Mann also lieb-gewonnen, ja – doch dann sagt er auf einmal: »Eines aber fehlt dir« / ›eines fehlt dir, wenn du das ewige Leben mit Gott erben willst / wenn du auf ewig eben nicht verloren, sondern gerettet sein willst!‹ – Spannung (!), was könnte Jesus damit wohl meinen? Was sollte dem jungen Mann denn noch fehlen? – Und dann schießt es feilgerade aus Jesu Munde heraus: »Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib´s den Armen, und dann komm und folge mir nach!«</p>
<p style="text-align:justify">›Also – aber das geht doch wohl entschieden zu weit! »Komm und folge mir nach!«: das ginge ja vielleicht gerade noch an – aber: »Verkaufe alles, was du hast« (?): Nein, das geht entschieden zu weit!‹ – Wir müssten uns bei diesem Jesus-Wort entsetzen, müssten aufschreien und aufbegehren – die Jünger damals jedenfalls gerieten außer sich!</p>
<p style="text-align:justify">Wieso nur freut sich Jesus denn nicht über diesen jungen Mann, der da zu ihm kommt? Wir wären doch froh, wenn da Leute von außen ganz frisch in die Gottesdienste und in die Gemeinde kommen, Jugendliche auch, und wenn sie sich anstecken und begeistern lassen für die Sache Gottes! Wir könnten darüber doch nur froh sein! – Wieso nur freut sich Jesus nicht über diesen einen jungen Mann, der »Lust hat am Gesetz des Herrn« (Psalm 1), der die heilsamen Gebote Gottes ernstnimmt und befolgt und der ehrlich nach dem Sinn des Lebens fragt: ›Jesus, was muss ich tun, damit ich die Fülle des Lebens, ewiges Leben in der Herrlichkeit Gottes, in Seinem Friedensreich finde?‹ – Hier fragt doch einer, der gemerkt hat, dass er die Fülle des Lebens eben nicht hat – dass ihm bei allem, was er hat, das Entscheidende fehlt! Hier fragt doch einer, der spürt, dass er in seiner Lebensbilanz noch erhebliche Defizite aufweist / dass vieles eben nicht so ist, wie es sein sollte! Hier fragt doch einer, der spürt, wie er zwar vieles essen kann, aber nicht satt wird in seiner Seele! Dieser junge Mann hier, in dem ist der Hunger nach der Fülle des Lebens, der Hunger nach ewigem Leben, der Hunger nach Gott erwacht! Der will sich nicht einfach abspeisen lassen, der will der Sache auf den Grund gehen, der fragt tiefer! Der weiß: Das, was ich bisher alles erlebt habe, das macht noch nicht satt! Das kann noch nicht alles gewesen sein! Dahinter muss noch mehr sein!</p>
<p style="text-align:justify">Mir ist dieser junge Mann ungemein symphatisch! Und deshalb berührt es mich auch, dass er traurig weggeht, enttäuscht, frustriert. Mich berührt aber in ganz anderer Weise, mich irritiert, dass Jesus ihn einfach laufen lässt, dass ER ihm nicht einmal nachgeht und sagt: ›Freund, komm, horch her! Lass uns noch mal drüber reden!‹ Nein, Jesus lässt ihn einfach so davongehen, ohne ein weiteres Wort, ohne ihn zu beruhigen und zu trösten: Hätte ER ihm nicht nachrennen müssen??</p>
<p style="text-align:justify">Diese Geschichte, Sie merken es, hat kein happy-end. Kann es manches Mal so sein, dass Gott uns laufen lässt, uns allein lässt, gar gegen die Wand laufen lässt, obwohl Ihm das selbst weh tut, leid tut?? Wissend, dass jeder Mensch seinen eigenen Glaubensweg finden muss, seine eigene Glaubensentscheidung treffen muss? Kann es sein, dass Gott schweigt, sich zurückzieht, sich zurückhält – weil ER in Seiner Liebe auf uns wartet? Wie schwer kann´s einem Liebenden fallen, zu warten, wo der andere noch Zeit braucht und noch nicht so weit ist! – Kann es sein, dass Gott uns manches Mal sogar in großer Traurigkeit lässt – damit wir durch diese Traurigkeit hindurch Ihm entgegenwachsen und reifen und ganz neu zu Ihm finden?</p>
<p style="text-align:justify">Der reiche Jüngling – er hatte Jesus sehr wohl verstanden. Traurig ging er von dannen, traurig worüber? Traurig über sich selbst? – Vielleicht hilft es einem Menschen, wenn er einmal tief erschrickt über sein vermeintliches Christsein, über die christliche Fassade, seinen christlichen Anstrich oder sein christliches Make-up. Vielleicht findet dieser Mensch aus dem Erschrecken über sich selbst heraus an den Punkt, wo er spürt: Bisher mach ich mir nur etwas vor, vor mir selbst und meinem Gott. Ich hintergehe und betrüge mich selbst, tue so, als ob ich Christ sei – aber im Grunde pfeife ich wenig auf Gott, Gottesdienst, Gebet! Hoffentlich kommt dieser Mensch dann bis an den Kern des Ganzen, bis an den Kern des lebendigen Glaubens und begegnet dem wahren Gott!</p>
<p style="text-align:justify">»Wer kann dann überhaupt selig / glücklich / gerettet werden??« So lautet die Schlüsselfrage der Jünger. Und Jesus? ER blickt sie liebevoll an, wie vorhin den reichen Jüngling, bevor er antwortet: »Menschen schaffen es von sich aus nicht, nicht mit ihren Möglichkeiten, aber Gott schafft´s. Gott ist alles möglich!« Ich ergänze: ›Sogar, dass ein Reicher gerettet wird und ins Himmelreich gelangt!‹ </p>
<p style="text-align:justify">Damit es nun keine Missverständnisse gibt: Jesus spricht sich nicht gegen Reiche und nicht gegen Reichtum an sich aus – aber dagegen, dass Reichtum den Platz Gottes in uns einnimmt, unser Götze wird und Gott verdrängt! Auch Reiche können sehr wohl ins Reich Gottes finden – was aber ist dazu nötig?</p>
<p style="text-align:justify">Die Jünger zeigen es uns, leben es uns vor: Im Gegensatz zum reichen Jüngling, den Jesus nicht fortschickt, der aber von sich aus fortläuft – im Gegensatz zum reichen Jüngling bleiben (!) die Jünger bei Jesus. Das hilft ihnen – und das hilft uns: bei Jesus Christus bleiben! Nach Seinem Willen fragen, Seinem Vorbild folgen! Also fragen: ›Gott, was willst Du, das ich tun soll ...‹ Das hilft uns: konkret Nächstenliebe üben, meine Gegner mit meiner Freundlichkeit beschämen, helfen, wo ich helfen kann – und stets neu beten: ›Herr, hilf Du mir, Dir zu glauben und voll und ganz zu vertrauen. Leg Zuversicht und Gelassenheit in mein Herz, Ruhe und Frieden. Öffne mir die Türen für die Wege, die ich gehen soll. In allem: Halte Du mich auf dem Weg zu Dir!‹ Amen.</p>]]></content:encoded>
			<category>Predigten</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 10:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Predigt vom 13. Sonntag nach Trinitatis</title>
			<link>http://ekiachern.de/nc/neuigkeiten/article/pfingsten-kopie-1/</link>
			<description>
13. Sonntag nach Trinitatis 
Achern, 18. September 2011 
Markus 3,31-35 
 ...</description>
			<content:encoded><![CDATA[
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-align: left; text-indent: 0px; ">13. Sonntag nach Trinitatis&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-align: left; text-indent: 0px; ">Achern, 18. September 2011&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-align: left; text-indent: 0px; ">Markus 3,31-35&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-align: left; text-indent: 0px; ">&nbsp; </p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">War Jesus eigentlich Einzelkind (?),&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p>
<p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px;">oder  hatte Er Geschwister? – Die Bibelstelle Markus 6,3 verrät es: Jesus  wuchs auf mit vier Brüdern: mit Joseph, Jakobus, Judas und Simon – und  Er hatte mehrere Schwestern, wenigstens zwei, deren Namen uns allerdings  nicht überliefert sind. Als Beruf erlernte Er den seines Vaters Joseph:  Jesus wurde also Zimmermann. Im Alter von etwa dreißig Jahren stieg Er  aus: Er verließ Familie und Beruf, wurde Wanderprediger, scharte  Jüngerinnen und Jünger um sich und wirkte Wunder. Er fiel auf – sein Ruf  eilte ihm voraus – die Leute wollten ihn unbedingt sehen und erleben –  manche aber auch erklärten ihn für verrückt. Seine Mutter, seine  Geschwister machten sich große Sorgen, hielten ihn für „religiös  überdreht“, wollten ihn zur Rede stellen und liefen ihm deshalb nach …&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">Hören  wir nun, wie Jesus darauf reagierte – und wie es zu Jesu Äußerung über  „seine wahren Verwandten“ kam. Aus Markus 3, die Verse 31-35: …  (soweit).&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">Liebe Gemeinde! &nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">Die Szene ist ausgesprochen peinlich.&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">Musste  Maria Jesu Antwort nicht wie einen Schlag ins Gesicht empfinden? Wie  eine tiefe Demütigung? Sie hatte es doch nur gut gemeint, wollte mahnen  und warnen und nur das Beste für ihren Sohn – doch Jesus: schroff und  beleidigend putzt Er seine Mutter ab. Ist es nicht so?&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">Ja,  die Familie hatte sich also aufgemacht, um Jesus zur Rede zu stellen.  Passiert so etwas auch heutzutage noch, in unseren Familien? Darf da der  Vater / darf da die Mutter noch etwas Unbequemens sagen, dem Kind etwas  Kritisches zumuten, unliebsame Fragen stellen – darf das umgekehrt auch  der Sohn / die Tochter gegenüber Vater bzw. Mutter? Etwas klar und  deutlich benennen, was einem nicht gefällt / was einen stört / was alles  andere ist als hilfreich und gut? – Wenn da jemand aus der Reihe tanzt /  den Verstand verliert / womöglich gar die ganze Familie bloßstellt und  blamiert? / Wie ist das: Lassen wir alles laufen, heißen wir alles gut?  Tolerieren wir alles? Haben wir größte Angst davor, uns den Mund zu  verbrennen? Scheuen wir das rechte Wort zur rechten Zeit?? Wie ist das  …?&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">Also, Jesu Mutter und Geschwister hatten sich aufgemacht,&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">das  nicht ohne Grund. Sie verstanden ihn immer weniger. Bei alledem, was  die Leute so sagten und was sie von den Leuten erfuhren, wurde ihnen  ganz anders zumute. Ja, sie ärgerten sich über ihn: „Was nur fällt ihm  ein! Was soll das unstete Wanderleben (heute hier, morgen da)! Was soll  das Getue mit Zöllnern und Sündern (muss Er sich mit denen da  einlassen?)?&nbsp; Muss Er unbedingt predigen vom Reiche Gottes, von Buße und  Sündenvergebung (Sünden vergeben kann doch nur Gott allein!)! Und zu  allem Überfluss: seine Wunder! Er heilt Kranke und macht sie gesund  (Blinde sehen, Lahme gehen!)! Am Ende halten ihn die Leute noch für  einen Propheten oder sogar für den Messias! Wir wussten es doch schon  immer, dass Er ein absoluter Sonderling ist“, sagten seine Brüder – und  seine Schwestern (?): „Wir müssen ihn unbedingt zurückholen, bevor es zu  spät ist / bevor etwas Schlimmes passiert! Wer weiß: Die Römer sind zu  allem fähig! Und der Hochpriester mit seinesgleichen, der ist auch nicht  gerade harmlos!“&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">Ja,  es drohte brenzlig zu werden. Jesus hatte zu alledem ausgerechnet an  einem Sabbat einen Mann in der Synagoge geheilt (hätte das nicht noch  einen Tag warten können?). Mehrfach war Er aufgefallen, mit den Oberen  hatte Er sich angelegt, bis dahin, dass die Offiziellen bereits  beschlossen hatten, ihn zu töten …!&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">„Er steckt mit dem Teufel im Bunde!“,&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">sagten  die religiösen Führer im Lande. „Er ist von Sinnen, total verrückt, er  spinnt!“, sagten seine Geschwister. Und so zogen sie los, zusammen mit  Maria, ihrer Mutter, um ihren Jesus wieder nach Hause zu holen: um ihn  auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen! Um ihn in Schutz zu nehmen!&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">Unsereins könnte den Kopf schütteln&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">über  die Familienangehörigen Jesu. Doch Vorsicht! Sie wussten schließlich  nicht, was wir immerhin wissen: dass GOTT sich zu diesem Wanderprediger  aus Galiläa bekannt hat / dass GOTT ihn aus dem Tode auferweckt hat. Wir  wissen, dass dieser Jesus von Nazareth der Christus Gottes ist -/- aber  denken und handeln wir nicht ähnlich wie die Geschwister Jesu damals?  Es ist wohl auch unser Betreiben, Jesus hineinzuholen in unsere Art zu  leben (so dass alles schön beim gewohnten Alten  bleibt) – aber dass Er uns herausholt aus unserer bisherigen  Lebensweise / dass Er uns wachrüttelt und grundlegend verändert / dass  Er uns mitnimmt auf den Weg der Nachfolge: das wollen wir wahrscheinlich  genauso wenig wie seine Geschwister damals. „Lieber nichts ändern /  lieber alles so belassen, wie es ist / bestenfalls ein bisschen Christ  sein, aber bitte bloß nicht übertreiben / bloß nicht ein ganzer Christ  sein / bloß nicht ein Radikalinski werden in Sachen Gott und Glaube!“&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">Nun, wo komme ich in der Geschichte vor?&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">Ist  mein Platz drinnen, vor Jesu Füßen, in der Mitte des Geschehens – oder  stehe ich draußen, wie Maria und seine Geschwister, im Abseits der Welt?  &nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">Was dann, wenn ich sonntags morgens den Frühstückstisch der Familie verlasse, um in die Kirche zu gehen? / Was dann, wenn ich Ernst  mache mit dem Bibellesen und mit dem Beten? / Was dann, wenn ich auf  einmal in die Gemeindearbeit einsteige und so richtig mitmache, weil´s  auch Spaß macht? / Was dann, wenn ich in meinem Engagement so richtig  aufgehe, so richtig aufblühe und voller Begeisterung bei der Sache bin?  Und nicht zuletzt: Was dann, wenn man mich in der eigenen Familie und im  Freundeskreis immer weniger versteht? Wenn ich also aussteige und aus  dem bisher Üblichen ausschere und mit dem christlichen Glauben munter  und fröhlich ernst mache? Wenn andere hinter meinem Rücken über mich  reden oder gar den Kopf schütteln?? Was dann??&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">Jesus scheut sich nicht,&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">seinen  eigenen Weg zu gehen. Er scheut sich nicht, ein einzelner, ein  Einzelgänger zu werden. Er hat Zivilcourage, mehr noch: Er hat einen  festen, unbeirrbaren Glauben in Gott, Seinen Vater in den Himmeln. Der  stärkt ihm den Rücken, der lässt ihn zuversichtlich Seine Wege ziehen.  Jesus fragt nach Gott und tut, was Gottes Wille ist – und deshalb kann  Er unmissverständlich sagen: „Der ist mir Mutter / Bruder / Schwester,  der den Willen Gottes tut!“&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">Das  mag eine Schlüsselaussage unseres Textes sein: „Wer den Willen Gottes  tut!“ – Was das heißt? Zum Beispiel: „ein barmherziger Samariter“ werden  gegenüber jedem Menschen, der mir begegnet und der meine Hilfe braucht.  Jedem Menschen freundlich begegnen, auch dem, der nicht auf meiner  Wellenlänge schwimmt. „Barmherziger Samariter“ der alten Frau in der  Nachbarschaft gegenüber werden, die auf meinen Gruß wartet und auf meine  Ansprache, auf ein gutes Wort oder auf eine Handreichung.&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">„Wer den Willen Gottes tut“,&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">das  heißt: immer wieder fragen und darin nicht nachlassen: „Was willst DU,  Gott, dass ich heute tun soll? / Was hast DU vor mit mir? / Wo willst DU  mich gebrauchen? / Wo muss ich um Entschuldigung bitten, wo um  Vergebung, wo den ersten Schritt tun? / Wo kann ich etwas  wiedergutmachen? / Wo jemanden erfreuen? / Wie soll ich umgehen mit  meiner Zeit, mit meinem Geld, meinem Reichtum, meinem Besitz? / Und wo  willst DU, Gott, mich in Deiner Gemeinde?“&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">„Wer  den Willen Gottes tut, der ist mir Mutter und Bruder und Schwester.“  Jesus weitet also den Begriff der Familie hin zum Begriff der „familia  Dei“, der Familie Gottes. Dass GOTT darin vorkommt / dass GOTT „der  Dritte im Bunde“ ist / dass GOTT geachtet und geehrt wird / dass Sein  Wille getan wird: darauf kommt´s an! Aber – ist uns klar bewusst, &nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">was Jesus hier aufreißt?&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">Er  spricht wahrlich von einer eigenartigen Familie, von einer weltweiten  Familie schließlich, von der Gemeinschaft aller Christen als einer  großen Familie, in der alle zusammen gehören und in der alle  zusammenhalten!&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">„Liebe Schwestern und Brüder in Christus“,&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">so  müsste ich Sie und Dich anreden / so geschah das früher, unter den  ersten Christen – aber warum geschieht das heute nicht oder nur äußerst  selten? Sind wir so auf Abstand bedacht, auf den Schutz der Anonymität,  höchst distanziert, jeder für sich, ausgestattet mit vielen  Berührungsängsten? Kritisch gefragt: Gehen wir hier in unserer Gemeinde  miteinander um wie Brüder und Schwestern in Christus? – Die streiten  auch schon mal fetzig miteinander, die Brüder und die Schwestern, aber  die vertragen sich auch wieder. Die halten zusammen, manches Mal „wie  Pech und Schwefel“ – aber: Kennen wir einander überhaupt richtig?? /  Wissen wir wenigstens den Namen des anderen neben mir und hinter mir? /  Fällt auf, wenn der andere auf einmal nicht neben mir in der Kirchenbank  sitzt? / Leben wir so miteinander, dass die anderen da draußen spüren  und merken (?): „Die halten zusammen wie Brüder und Schwestern“?&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">Die Gemeinde als große Familie Gottes /&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">als „Gemeinschaft der Heiligen“: da fühlt man sich wohl. Da ist man zuhaus´!  Man sorgt füreinander, man hilft sich gegenseitig. Da steht einer für  den anderen ein. Da wird miteinander geteilt, miteinander herzhaft  gelacht, und wenn´s  sein muss: auch bitterlich miteinander geweint! Da kümmert man sich  umeinander. Da bleibt keiner allein, keiner für sich, keiner ein „single“!  Da ist keiner überflüssig. Da ist jeder einzelne gefragt nach seinem  Beitrag zum Wohlergehen für alle. Eine solche Gemeinschaft sollte nicht  auffallen? Nicht attraktiv sein für andere, die bisher noch „draußen vor  der Tür“ stehen??&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">Eine ungemein große Chance&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-indent: 0px; ">liegt  darin, wenn wir Christen nicht nur von Gemeinschaft reden, sondern wenn  wir diese Gemeinschaft ganz konkret leben! „Mit Herzen, Mund und  Händen!“ / Wenn wir nicht nur Worte machen, sondern ganz handfest  Nächstenliebe üben. Da ist jeder gefragt, jeder gefordert! Für dieses  Netzwerk gelebter Nächstenliebe braucht es Sie und Dich, liebe  Schwestern und Brüder in Christus Jesus! Amen.&nbsp;</p></div>
<div class="OutlineElement Ltr SCX109142044" style="margin-left: 0px; text-indent: 0px; "><p style="font-weight: normal; font-style: normal; vertical-align: baseline; font-size: 8pt; font-family: 'Segoe UI',Tahoma,Verdana,'Sans-Serif'; background-color: transparent; color: windowtext; text-align: left; text-indent: 0px; "> </p></div>]]></content:encoded>
			<category>Predigten</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 10:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Pfingsten</title>
			<link>http://ekiachern.de/nc/neuigkeiten/article/pfingsten/</link>
			<description>Pfingsten
Achern, 12. Juni 2011
Johannes 16,7.8.13

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Pfingsten
Achern, 12. Juni 2011
Johannes 16,7.8.13

<h2>Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes</h2>
<p style="text-align:center">und die Kraft Heiligen Geistes sei mit uns allen! Amen.</p>
<p style="text-align:center">&nbsp;</p>
Taizé – ein kleines Dorf in Burgund. Unzählige Jugendliche treffen sich dort seit Jahrzehnten und solche, die jung geblieben sind. Zelte und Baracken, kein Komfort. Sprachen aus fast allen Nationen / Menschen aus verschiedenen Kontinenten / Christen aus allen Konfessionen: sie alle unterwegs zu den Quellen des Glaubens ... // Mittagsgebet in der Versöhnungskirche: Betende in großer Zahl, Hunderte, oftmals Tausende. Am Boden hockend, kniend, auf dem Boden sitzend oder liegend. Dämmerlicht und Kerzen. Klassische Orgelmusik, aber ganz leise. Und dann fängt es an, nachdem die Brüder in ihren weißen Kutten eingezogen sind. Allmählich wird das Singen lauter: »Veni sancte spiritus ... veni sancte spiritus ...« Immer wieder dieselben Worte: ›Ja, komm, Heiliger Geist!‹
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Pfingsten in Taizé – und Pfingsten hier bei uns. Fünfzig Tage nach Ostern. Auch in uns mag diese Bitte keimen: »Komm, Heiliger Geist!« / ›Komm, Schöpfer Geist! Erleuchte, bewege, begeistere uns! Erfülle unsere Herzen mit der Liebe Christi! Komm und erfrische unseren Glauben! Weck Glaubensmut in uns und Glaubensheiterkeit, stärke unsere Glaubenshoffnung!‹</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Pfingsten – das Fest des Heiligen Geistes, der Geburtstag der Kirche Jesu Christi. In der Apostelgeschichte wird davon erzählt. In Jerusalem wimmelt es wieder einmal an Menschen. Mitten in dem Stimmengewirr auf einmal ein gewaltiges Brausen, die Erscheinung von Feuerzungen gar. Menschen voller Begeisterung, völlig verwandelt! Nichts mehr zu spüren von Trauer und Ratlosigkeit, von Enttäuschung und Frust, weil der Auferweckte von ihnen gegangen war – nein, ganz anders: Freude, Jubel, Frohsinn, Heiterkeit! Menschen unterschiedlichster Sprachen verstehen sich, fallen sich um den Hals und in die Arme, jubeln und loben Gott!</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Pfingsten 2011 – in unserer Gemeinde, in unserer Stadt. Kein Brausen, kein Zungenreden, keine überschäumende Begeisterung, kein Jubelsturm. Könnte man meinen, der Geist sei fortgezogen oder noch nie angekommen? / Wo und wie sollte der Geist Gottes wirken und wirbeln können in einer Welt, in der für alles Mögliche Platz ist – aber nicht für den Geist Gottes?? / Hat der Heilige Geist denn eine Chance, bei uns und in uns anzukommen? / Findet der Heilige Geist denn noch Einfallstore in einer Welt, in der alles geplant und strukturiert und durchorganisiert und verwaltet wird?? Wo alles nach Plan funktionieren muss, wo für Phantasie, Kreativität und Spontanität kaum noch Platz bleibt?? </p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">»Komm, Schöpfer Geist« – diesen Gebetswunsch will ich hinaustönen in die weite große Welt und in meine kleine eigene Welt: »Komm, Schöpfer Geist!« – wo sie vieles alles andere als geistvoll geschieht, wo sich in fast allen Bereichen große Ratlosigkeit breit gemacht hat ... Ja, guter Rat ist teuer / Gottes Geist dringend nötig!</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Viele junge Menschen in unserer Gesellschaft wissen mit ihrem Leben nichts anzufangen, sehen keine Perspektive. Wozu lernen, wozu arbeiten, wenn´s keinen Arbeitsplatz gibt, der Erfüllung bringt? – Alte Menschen fühlen sich überflüssig, empfinden sich als Last für andere. – Immer mehr Menschen stehen unter enormem Druck!&nbsp; Immer mehr Menschen leiden darunter, wie ›kalt‹ es in den zwischenmenschlichen Beziehungen geworden ist, wie die Gewalt-bereitschaft steigt, wie herz- und lieblos und geistlos vieles zugeht. Wie viele Menschen sind innerlich hohl und leer, ausgebrannt, wurzellos, enttäuscht, verbittert, ohne Glauben, ohne Vertrauen, ohne Hoffnung!</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Es braucht kein Brausen vom Himmel, aber es braucht eine starke Sehnsucht! Es braucht ein feines Gespür für Gott, den Liebhaber allen Lebens und den Liebhaber aller Menschen. Es braucht die Geistesgegenwart Gottes: Gottes Heiligen Geist! Den Geist, der uns sagt: ›Es lohnt zu leben. Du, in dir stecken so viele Talente, so viele Gaben, auch Geistesgaben: entwickle sie und leb sie aus! Du, es gibt eine Hoffnung, die trägt – einen Glauben, der stark macht – ein Ziel, das dir bestimmt ist: ein Leben in Gottes neuer Welt, in Seiner Herrlichkeit! Drum leg die Hände nicht in den Schoß. Leiste deinen Beitrag zum Wohle aller, bring dich ein und misch dich ein und engagiere dich, auf dass Gott Seine Freude an dir hat und deine Mitmenschen ebenso! Denk daran, du kannst viel mehr Gutes tun, als du denkst!‹</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Hören wir Christi Wort für heute – aus Johannes 16, die Verse 7.8.9.13: </p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify"><i>»Aber Ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass Ich weggehe. Denn wenn Ich nicht wegginge, käme der Tröster nicht zu euch. Wenn Ich aber gehe, werde Ich ihn zu euch senden.</i></p>
<p style="text-align:justify"><i>Und wenn er kommt, wird er der Welt zeigen, dass sie im Unrecht ist; er wird den Menschen die Augen öffnen für die Sünde, für die Gerechtigkeit und für &nbsp;das Gericht. Er wird ihnen zeigen, worin ihre Sünde besteht: darin, dass sie mir nicht&nbsp; glauben.</i></p>
<p style="text-align:justify"><i>Wenn aber der Tröster kommt, der Geist der Wahrheit, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, das wird er euch verkündigen.«</i></p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify"><i>&nbsp;</i></p>
<p style="text-align:justify"><i>Liebe Gemeinde!</i></p>
<p style="text-align:justify"><i>&nbsp;</i></p>
Vom Beistand ist die Rede, vom Helfer, vom Tröster – grch. vom Parakleten / also von dem, der herbeigerufen wird, der zur Hilfe gerufen wird, der aufrichtet und wahrhaft tröstet. Diesen Heiligen Geist, diesen Beistand, diesen Tröster: wie nötig haben wir ihn alle! Den Geist, der uns aufrüttelt, aktiviert und unsere Sinne neu ausrichtet. Diesen Geist haben wir nötig, der uns befreit aus aller Geistlosigkeit, aus aller Lethargie und Depression, aus allen Selbstzweifeln. / Den Geist haben wir nötig, der uns befreit von allen Ungeistern und teuflischen Mächten, die auch nach uns greifen wollen. Gottes Heiligen Geist haben wir nötig, der unsere Augen öffnet für die Sünde, für die Gerechtigkeit und für das Gericht! Sünde – das heißt doch: nicht an Gott glauben / nicht mit Gottes lebendigem Wirken rechnen / auf sich selbst setzen und bauen. Gerechtigkeit – damit ist Gott selbst gemeint. Und »Gericht“« Aber wer will denn noch etwas hören vom Gericht Gottes, von Schuld und Vergebung?? – Die Rede von Sünde und Gericht, von Buße und Demut, die schmeckt uns nicht, die wollen wir am liebsten ganz schnell abtun – aber: der Heilige Geist Gottes muss uns wohl erst einmal die Augen dafür öffnen, wie es um uns steht, wie sehr wir Gott nötig haben und was ER, unser Gott, für uns tut! ER jedenfalls will es wohlmachen mit dir und deinem Leben!
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Gottes Heiliger Geist ist diese Kraft, die wir täglich brauchen. Diese Kraft, die uns antreibt und aufleben lässt / die Kraft, die uns lieben und hoffen lässt! Gottes Heiliger Geist ist diese Kraft, die uns immer wieder aufstehen und neu anfangen lässt: in der Familie und am Arbeitsplatz und auch in der Gemeinde. Diese Kraft, die uns nach oben zieht und eben nicht nach unten / diese Kraft, die ankämpft gegen alle Verzweiflung und Enttäuschung. Diese Kraft Gottes zieht mich: zieht mich weg aus dem Strudel der Sünde und Gottvergessenheit, zieht mich hinein in die Gewissheit des Glaubens und in eine tiefe Geborgenheit in Gott. Diese Kraft zieht mich weg von Hass und Neid und Gier – diese Kraft zieht mich hinein in ein ganz neues Leben mit Gott! </p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Seinen Heiligen Geist brauchen wir, den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit – den Geist der Wahrheit, der Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit –&nbsp;&nbsp; den Geist der Freiheit, der Freude und des Friedens! </p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">Albert Albrecht schrieb:</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">»Die Sache Christi braucht Begeisterte. Sein Geist sucht sie auch unter uns! Er macht uns frei, damit wir einander befreien. Wer friedlos ist, wer Hass im Herzen trägt, wer entzweit lebt: wer befreit sie zum Frieden? / Wer verzweifelt ist, wer verbittert klagt, wer entfremdet lebt: wer befreit sie zur Hoffnung? / Wo Fronten sind, wo Grenzen trennen, wo Mauern stehen: wer befreit zum Gespräch? / Wo Schreie sind, wo Hunger herrscht, wo Elend haust: wer befreit&nbsp; zur Gerechtigkeit? / Wo Kriege sind, wo Schüsse fallen, wo Gefangene leiden: wer befreit zum Leben? – Die Sache Christi braucht Begeisterte. Sein Geist sucht sie auch unter uns! Er macht uns frei, damit wir einander befreien!«</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">›Komm, Schöpfer Geist, erfülle, bewege, begeistere uns!‹ Amen.</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify">&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<category>Predigten</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 12 Jun 2011 10:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Jubilate</title>
			<link>http://ekiachern.de/nc/neuigkeiten/article/jubilate/</link>
			<description>Achern, 15. Mai 2011
Johannes 16,16.20.22


Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Achern, 15. Mai 2011
Johannes 16,16.20.22


<p style="text-align: center;">Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes</p>
<p style="text-align: center;">und die Kraft des Heiligen Geistes sei mit uns allen! Amen.</p>
<p style="text-align: center;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Der Predigttext für den Sonntag »Jubilate« – einzelne Verse aus Joh. 16: </p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><i>Christus Jesus hat gesagt: »Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht mehr sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen. </i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden. </i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Und auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.«</i></p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><i>Liebe Gemeinde!</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>&nbsp;</i></p>
<p style="text-align: justify;">Als wir noch Kinder waren, mein Bruder und ich, da gab es vieles, auf das wir uns richtig freuen konnten: auf das Fußballspiel unserer Heimmannschaft Eintracht Nordhorn // auf das Picknick im Grünen nach einer längeren Radtour // auf den Besuch bei unserem Onkel, der uns immer wieder in seine Werkstatt entführte und uns so manches ausprobieren ließ. Natürlich war da auch die Freude auf den eigenen Geburtstag, auf möglichst große Geschenke – die Freude auf sechs-Wochen-Sommerferien nicht zu vergessen. Schon Wochen vorher stieg die Vorfreude in uns auf …</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Verliebte – freuen sich mächtig aufs Wiedersehen, auf den nächsten Kuss und darauf, einander wieder um den Hals zu fallen. Schon die Vorfreude verändert und lässt die Tage vorher ganz anders aussehen!</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Erwachsene – sind in der Gefahr, dass die Gottesgabe der Freude in ihnen verkümmert. Erwachsene sind oftmals sehr ernst, nehmen vieles ›tierisch-ernst‹, entwickeln wenig Humor, können kaum noch herzhaft lachen, geschweige denn: über sich selbst lachen …</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Vielleicht und hoffentlich geht´s uns anders. Vielleicht und hoffentlich können wir noch herzhaft und herzerfrischend lachen, uns vor Lachen regelrecht biegen und schütteln! Vielleicht und hoffentlich ist unsere Freude alles andere als: aufgesetzte Freude!</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Doch wir können es wohl kaum abstreiten: Freude ist bei uns in der Gefahr zu verkümmern und zu ersticken. Zweifel und Skepsis scheinen mächtiger, Misstrauen und Angst erscheinen stärker, Klagen und Hadern liegen uns scheinbar näher als Danken und Loben! Den anderen kleinreden und schlechtreden, das praktizieren wir häufiger, als dass wir Gutes über den anderen sagen. Wir sind eher geneigt, schwarz zu sehen und negativ zu denken, statt dass wir Optimismus verbreiten und zuversichtlich in die Zukunft blicken. Wen überrascht dies in einer Welt voller Probleme, voller Krisen und Konflikte? / In einer Welt mit so viel Angst und Schrecken? / Wen überrascht dies in einer Welt, in der Menschen leicht genug einen Knacks bekommen, erschüttert und enttäuscht werden und vielleicht noch gerade eben mal ›wieder auf die Beine‹ kommen?</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Gott aber – Gott will nicht, dass Angst und Misstrauen, dass Skepsis und Zweifel obsiegen. Gott will nicht, dass wir ohne Freude und ohne Vorfreude leben, ohne Schwung und Elan, ohne Hoffnung und Humor. Gott will, dass wir uns wahrhaft freuen: dass wir uns unseres Lebens und unseres Gottes wahrhaft freuen!</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Ja, die Jünger haben Jesu Worte kaum verstanden, damals, als Er sich vor seiner Kreuzigung von ihnen verabschiedete. Sie wussten nicht, was Er meinte, als Er sagte: »Über ein Kleines, dann werdet ihr mich nicht sehen ….« Wohl erst nach Ostern ging ihnen auf, dass Jesus damit die kurze Zeit bis zu seinem Tode und später dann die kurze Zeit zwischen seinem Tode und seiner Auferweckung meinte. Uns geht es wohl auch so, dass uns oftmals erst viel später die Augen aufgehen und dass wir erst im Nachhinein erkennen: erkennen, dass und wie wohltuend Gott mich geführt, geleitet, bewahrt hat! Das erkenne ich wohl immer erst im Rückblick! – Ein Bibelwort, das ich schon oft gehört, aber noch nie richtig beachtet habe / ein Liedvers kann mir auf einmal schlagartig aufgehen, mich im Innersten treffen und mir wichtig werden, so wichtig (!), dass ich daraus neue Kraft und neuen Mut schöpfe! Ein einziges Bibelwort, ein einziger Liedvers aus dem Gesangbuch kann ausreichen, mein Leben zu verändern und auf ›neue Füße‹ zu stellen! </p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Auch das andere, das Jesus den Jüngern sagte, werden sie kaum verstanden haben: »Ihr werdet traurig sein, und die Welt wird sich freuen. Doch – eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden!«</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">›Oden an die Freude‹ anzustimmen, fällt heutzutage nicht leicht und kann sogar wie Hohn klingen. Wir sind wohl eher dürftige Christen in einer dürftigen Zeit, gezeichnet von allem anderen als von großer Begeisterung und von überschäumender Freude. So manches Leben steckt voller Durststrecken, plätschert oberflächlich-belanglos dahin, ohne Höhepunkte. Viele durchfahren die Strecken ihres Lebens wie Ruderer: sie sitzen mit dem Rücken zur Fahrtrichtung / mit dem Rücken zum Ziel, mit dem Rücken zur Zukunft … Christen dagegen blicken dem Ziel entgegen, hinein in die Zukunft! Was hinter uns liegt, sagen sie, liegt wirklich hinter uns. Nur das Ziel lockt und zieht an, die Zukunft, das Leben mit Gott! Indem sie auf dieses Ziel blicken, steigt ihre Motivation / ihre Begeisterung / ihre Einsatzfreude. Trotz mancher Mühsal / trotz mancher Enttäuschung / trotz mancher Kümmernisse und Traurigkeit: aber sie haben ein Ziel vor Augen, ein Lebensziel, das lohnt: dort wollen sie hin! – Jesus Christus hat gesagt: »Ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen!«</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Was unterscheidet wahrhaftige Christen von anderen Menschen? Es ist die Hoffnung, der Glaube, die Freude! Christen haben wahrhaft Grund zur Freude, allem anderen zum Trotz! // Wer in dieser Welt hat denn noch wahrhaft allen Grund zur Hoffnung und zur Freude: wenn denn nicht wir Christen?? // Wer in dieser Welt kann denn noch all den Problemen, all den Enttäuschungen und Traurigkeiten wirklich ins Auge sehen: wenn denn nicht wir Christen in unserer Hoffnung auf den großartigen und barmherzigen Gott und Vater in den Himmeln?? Christen haben wahrhaft allen Grund zur Freude! Sie haben es nicht nötig, Trübsal zu blasen, ständig zu zetern und zu klagen, zu krächzen und zu stöhnen. Sie haben es nicht nötig, im Sinne der drei chinesischen Affen zu leben: ›nichts hören, nichts sehen, nichts tun.‹ Christen können den Mund aufmachen, aktiv werden, sich einmischen und zu Wort melden / sie können auftauchen – wo andere längst abgetaucht sind, resignieren und nur noch feststellen: ›da kann ich doch nichts tun, nichts ändern, nichts bessern …‹ Merken diese Leute, wie sehr sie sich selbst abschreiben und ins traurige Abseits stellen??</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Sicher, auch wir Christen leben in dieser Welt, sogar mitten in dieser Welt. Auch wir Christen leben in dieser Welt des Kampfes ums eigene Dasein. Wir erleben Angst, Not und Gefahr / Krankheit, Leid und Tod und Untergang. Aber wir wissen: die Trauer weicht, die Freude steigt auf. Und: Gott will eben nicht, dass wir in dieser Welt mit gesenktem Kopf dahinsiechen, nein, dass wir mit aufrechtem Gang daherkommen und Gott erwartungsvoll entgegenblicken! ›Alles Gute kommt von oben‹, nämlich von Gott! Warum sonst hätte ER Seinen Sohn Mensch werden lassen, kreuzigen lassen und schließlich auferweckt?? Die Bibel ist doch das große Dokument dafür, dass wir allen Grund haben, in wirklicher Vorfreude zu leben: trotz allem, was uns diese Vorfreude nehmen will! Auch wenn es für uns ungewohnt klingen mag: aber diese Vorfreude reicht doch hoffentlich so weit, dass wir uns darauf freuen können, eines Tages zu sterben und bei Gott zu sein! Unser Leben hier auf Erden: mit allem Glück, mit aller Freude, auch mit allem Kummer und mit allem Leid wird einmal ein Ende finden. Doch Gott will, dass dieses Ende für uns ein neuer Anfang wird: »ein neuer Himmel und eine neue Erde« warten auf uns!</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Niemand von uns kann sich ›das andere Ufer‹ vorstellen. Und dennoch soll und darf sich jeder von uns darauf freuen, weil Er, dieser Christus Jesus, gesagt hat: »Ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen!«</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Also – wir Christen brauchen nicht zu resignieren. Müssen unseren Kopf nicht ›in den Sand stecken‹, komme, was wolle. Wir werden uns einsetzen, Gutes zu tun, wo immer es geht. Die Aussicht auf eine unbeschreiblich herrliche Zukunft, sie spornt uns an. Mitten in einer Welt mit so viel Schatten, mit so viel Leid und Schrecken dürfen wir glauben und Gott vertrauen / dürfen wir uns unseres Lebens und unseres Gottes immer noch und immer wieder neu: freuen! Gott sei Lob und Dank! Amen. &nbsp;&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Predigten</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 15 May 2011 10:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Karfreitag</title>
			<link>http://ekiachern.de/nc/neuigkeiten/article/karfreitag/</link>
			<description>
Christuskirche Achern, 22. April 2011 
Der Text für den Karfreitag – Lukas 23, die Verse 33-49:...</description>
			<content:encoded><![CDATA[
<p style="text-align: justify;">Christuskirche Achern, 22. April 2011 </p>
<p style="text-align: justify;">Der Text für den Karfreitag – Lukas 23, die Verse 33-49: </p>
<p style="text-align: justify;"><i>»Und als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn dort und die Übeltäter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken.</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Jesus aber sprach: ›Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!‹ Und&nbsp; sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum.</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Und das Volk stand da und sah zu. Aber die Oberen spotteten und sprachen: ›Er hat andern geholfen; er helfe sich selber, ist er der Christus, der Auserwählte Gottes.‹</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Es verspotteten ihn auch die Soldaten, traten herzu und brachten ihm Essig</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>und sprachen: ›Bist du der Juden König, so hilf dir selber!‹</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Es war aber über ihm auch eine Aufschrift: Dies ist der Juden König.</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Aber einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, lästerte ihn und sprach: ›Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns!‹</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Da wies ihn der andere zurecht und sprach: ›Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist?</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Wir sind es zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsre Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.‹</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Und er sprach: ›Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Und Jesus sprach zu ihm: ›Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.‹</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Und es war schon um die sechste Stunde, und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde,</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>und die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels riss mitten entzwei.</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Und Jesus rief laut: ›Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände!‹ Und als er das gesagt hatte, verschied er.</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Als aber der Hauptmann sah, was da geschah, pries er Gott und sprach: ›Fürwahr, dieser ist ein frommer Mensch gewesen!‹</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Und als alles Volk, das dabei war und zuschaute, sah, was da geschah, schlugen sie sich an ihre Brust und kehrten wieder um.</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Es standen aber alle seine Bekannten von ferne, auch die Frauen, die ihm aus Galiläa nachgefolgt waren, und sahen das alles.«</i></p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">... was für Worte fallen da auf Golgatha! Was für Worte hallen da zurück in diesem Steinbruch draußen vor Jerusalem! »Vater, vergib ihnen« – »Hilf dir selbst und hilf uns« – »Vater, in Deine Hände ...!«</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Römische Soldaten tun ihr Werk und richten drei Männer zu einem gewalt-samen Tode. Auf damals brutalste Art und Weise werden drei hingerichtet: gekreuzigt. Über mehrere Stunden hängen sie da am Kreuz, manches Mal gar tagelang, bis der Erstickungstod endlich eintritt. Verschiedenste Menschen sind Zeugen des Geschehens: die Soldaten, die Oberen, die Hochpriester, dazu viele Schaulustige, auch einige Frauen aus Galiläa ... Mehrere Leute machen sich lustig, treiben ihren Spott, haben ihren Spaß / verhöhnen und verlachen den, der in der Mitte hängt und der die Mitte ist: »Andere hat er gerettet, nun helfe er sich selbst!« – »Bist du nicht der Juden König? So hilf dir selbst!« – »Bist du nicht der Christus? Dann hilf dir selbst und hilf uns!« – »Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott«: diesen Spruch hätten sie ebenso hinaustönen können ...</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Jesus hört alle diese Worte. Alle diese Worte, die beleidigen und kränken und weh tun wollen. Erbarmen scheinen die Menschen nicht zu kennen. Mitleid scheint ihnen fremd / stattdessen geilen sie sich auf und steigern sich hinein in ihren Spott: gegenüber einem Schwachen und Wehrlosen natürlich ... Was nur können Menschen einander antun! Zu welchen Gräueltaten sind Männer und Frauen fähig! Nicht genug, dass sie mit Worten verletzen und töten / nicht genug, dass sie mit Vorurteilen nageln und martern / nicht genug, dass sie andere hintergehen, über den Tisch ziehen und betrügen / dass sie ihre Bosheit wie Gift versprühen! Über Leichen können sie gehen, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken! Wem es dreckig geht, über den wird nach Lust und Laune hergezogen, der wird lächerlich gemacht und bloßgestellt – wer in der Gosse liegt, dessen Kopf wird noch tiefer hineingetreten ... Vielen bereitet es sichtlich Freude, wenn es anderen schlecht geht, wenn sie andere schlechtreden können, wenn sie andere niedermachen können, wenn andere in Not sind ... Ihre ›Spielchen‹ treiben sie mit denen, die ihnen wehrlos ausgeliefert sind: das war damals so – das war in der Zeit des sog. Dritten Reiches so – ist das heute anders?</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">»Aber das Volk stand da und sah zu« – genauso wie Menschen heutzutage in aller Regel dastehen und zusehen, gaffen und hinstarren, keinen Finger rühren, niemandem zur Hilfe eilen, sich an schrecklichen Bildern und Szenen ergötzen und das Leid anderer genießen ... Lieber die Hände in Unschuld waschen (?), als dreckige Finger bekommen und helfen??</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">»Vater, vergib ihnen«, sagt Jesus vom Kreuz herab – während sie ihm die Nägel durch Hände und Füße jagen und das Blut nur so spritzt ... ER, dieser Jesus, flucht und ver-flucht nicht,&nbsp; auch die nicht, die ihm zusetzen bis aufs Blut / die ihn verlachen und verhöhnen mit dieser elenden Dornenkrone da / die ihn mit Steinen bombardieren und geißeln / die ihn seinen Kreuzesbalken schleppen lassen, die ihn auspeitschen und schließlich kreuzigen: »Sie wissen nicht, was sie tun ...«</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Und wir? Wir wissen viel, vielleicht zu viel. Kann heutzutage überhaupt noch jemand hinstehen und behaupten, er hätte nichts gewusst?? – Es mag wider-sprüchlich klingen, aber es stimmt wohl: Wir wissen viel – aber wir wissen oft nicht, was wir tun / was wir zulassen / wo wir einschreiten müssten und helfen! Bei aller Bildung – doch wie steht es um unsere Herzensbildung??</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">»Sie wissen nicht, was sie tun«: Keine Anklage, kein Hass, nichts dergleichen gelangt über Jesu Lippen, obwohl er da hängt, das Blut rinnt, die Luft hoffent-lich bald ausgeht ... Stattdessen seine Fürbitte selbst noch in der letzten Stunde (!): »Vater, vergib ihnen!« – Gemeint sind die damals unter dem Kreuz – und gemeint sind wir, die wir oft nicht wissen, was wir tun / was wir geschehen lassen / was uns kalt und gleichgültig sein lässt. Gemeint sind wir, wenn wir daran mitwirken, dass andere Menschen ihr Kreuz schleppen müssen. Die lauthalsen Schreier sind wir wohl nicht, die einerseits »Hosianna« schreien und andererseits mit ihrem Schrei »Kreuzige ihn!« kaum zu bremsen sind. Aber wir sind beteiligt und tragen keine weiße Weste davon, wo Menschen in dieser Welt gekreuzigt werden: gekreuzigt vielleicht durch hinterhältiges, böswilliges Geschwätz / gekreuzigt vielleicht durch unsere lasche Art (»Was geht´s mich denn an??«). Wo wir uns abwenden / wo wir nichts sehen wollen / wo wir uns zurückziehen in unsere vermeintlich heile Welt und die Augen verschließen vor all dem Bösen ringsum ... Wer denn wagt es, hinzustehen und seine Überzeugung offen auszusprechen, auch wenn sie unbequem ist und eben nicht stromlinienförmig? Wer denn hat dazu das Rückgrat, die psychische Potenz? Wer denn lässt sich das Mundwerk nicht verbieten? Wer übt Zivilcourage im Namen Gottes? Ist es denn nicht so, dass wir viel zu oft kuschen, den Mund halten, den Dingen ihren Lauf lassen, obwohl wir innerlich spüren (?): Wir müssten unsere Stimme erheben und dagegen vorgehen??</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">»Aber das Volk stand da und sah zu ...«: Stehen wir dabei und schauen wir zu, ohne den Finger und das Herz zu rühren, wenn Menschen in unserem Land als ›Lumpengesindel‹ bezeichnet werden – wenn Menschen hungern ›müssen‹ (›müssen‹??), weil wir für unsere Schweine die entsprechenden Nahrungsmittel ›brauchen‹?? / Lassen wir es etwa nicht geschehen, ohne entschieden dagegen zu protestieren, wenn Menschen geklont werden sollen? Wenn Frauen auf Blumenfeldern in Bolivien Pestizide einatmen und hochgradig behinderte Kinder gebären, nur damit wir unsere Nelken billig einkaufen können?? / Finden wir es gut, wenn die Zahl der Abtreibungen steigt und die Zahl der Ehescheidungen? Reden wir nur drüber oder tun wir auch etwas, wenn in Betrieben und Geschäften und auch in den Schulen rücksichtslos gemobbt wird / wenn Kinder und Jugendliche kriminell werden und kaum noch Grenzen kennen (von Werten gar nicht zu sprechen)?? / Wissen wir, was wir da tun / was wir da heranzüchten / was wir da alles sehenden Auges laufen lassen und geschehen lassen ohne jeglichen Aufschrei?? / Zählen wir zu der großen schweigenden Mehrheit, die immer und stets schweigt und die es nicht wagt, eine eigene Meinung zu äußern und damit aufzufallen? Wann denn wachen Nachtwächterinnen und Nachtwächter auf: wenn´s zu spät ist?? </p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben uns scheinbar damit abgefunden, dass auf Menschen herum-getrampelt wird / dass viele Menschen auf saubere Art gekreuzigt werden? ›Outsourcing‹ nennt man das, wenn Menschen fein säuberlich um ihren Arbeitsplatz gebracht werden. A-sozial nenne ich das, wenn der Chef der Deutschen Bank AG über 7 Mio. EUR&nbsp; als Jahresgehalt einstreicht!&nbsp; In was für einer Welt / in was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich, wenn da nur noch das Geld zählt, das Kapital, die Börse, der Profit?? Merken wir´s immer noch nicht, wie das Geld uns kreuzigen / uns auffressen / uns kaputtmachen kann??</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Noch vom Kreuz herab bittet Jesus Gott für die Menschen – für alle Menschen! »Vater, vergib ihnen!« – Die meisten, die´s hören, haben dafür nur Hohn und Spott übrig: ist ihnen noch zu helfen?? / Die meisten sind so verblendet, dass sie nicht mehr wissen, was sie sagen und tun: hören sie Jesu Worte überhaupt??</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Damals, im Steinbruch vor Jerusalem, auf dieser ekelerregenden Schädelstätte: einer von den Mitgekreuzigten, einer hört Jesu Worte und wacht auf. Mitten in seinem Kreuz / mitten in seinem Sterbeprozess hört er erstmals Jesu Stimme! Schlagartig kommt er zur Besinnung, wehrt sich gegen den Spott über Jesus und bittet: »Denke an mich, wenn Du in Dein Reich kommst!«</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Viel kann der Verbrecher am Kreuz nicht mehr tun, doch das, was jetzt noch hilft, das tut er. Viel Zeit hat er nicht mehr, doch die Zeit, die ihm bleibt, nutzt er: »Denke an mich!« – Drei Worte, die sein Leben und seine Zukunft entscheiden. »Denke an mich!« / »Vergiss mich nicht!« – Der Verbrecher klagt und stöhnt und flucht nicht mehr – er betet! Er bittet nicht darum, dass ihm jetzt </p>
<p style="text-align: justify;">noch kurz vor seinem Tode mal schnell ›aus der Patsche‹ geholfen wird (wie´s Spötter tun) – nein, seine Worte lauten: ›Denke an mich, an mich, der ich in meinem Leben vieles verkehrt gemacht habe / denke an mich, der ich vor Dir eigentlich nicht bestehen kann!‹</p>
<p style="text-align: justify;">»Wahrlich, ich sage dir«, antwortete Jesus: »Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein, bei Gott!«</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">-/- »Vater, in Deine Hände befehle ich meinen Geist«: Mit diesem Todesschrei, wohl nur mit letzter Kraft ausgestoßen, stirbt Jesus am Kreuz. Sein erstes und sein letztes Wort am Kreuz heißt: »Vater!« – Keine Macht der Finsternis, kein Leid, kein Schmerz, nichts (!), auch gar nichts kann ihn von Gott trennen! Bis zuletzt, bis in die tiefste Tiefe des Leidens hinein ist und bleibt Gott sein Vater! Den kann er immer noch anrufen! Nicht einmal das Kreuz schafft es, einen Keil zwischen Gott und ihn zu jagen! </p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Römische Soldaten feilschen um seine Kleider. »Elend, nackt und bloß« hängt er da am Schandpfahl – doch seine letzten Worte bleiben voller Vertrauen / voller Ergebung in Gottes Willen: »Vater, in Deine Hände befehle ich mich!«</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">»Vater« – in diesem einen Wort kann ich mich bergen. In diesem einen Wort finde ich Schutz, den nötigen Halt. »Vater«, dieses Wort hält mich, wenn mich sonst nichts mehr hält! – Wenn uns die Worte ausgehen / wenn wir am Ende sind, nicht mehr weiterwissen / selbst wenn wir nicht mehr beten können: Dieses eine Wort kann mir immer noch helfen, mich immer noch trösten, mich aufrichten und meinen engen Horizont sprengen: »Vater!« Wie viel vermag dieses eine Wort auszudrücken!</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">»Vater, in Deine Hände befehle ich mich«: ich wünsche Ihnen, dass Sie Gott immer noch und immer wieder als Ihren Vater anrufen können und von IHM die Hilfe erfahren, die Sie brauchen! Amen.</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>















]]></content:encoded>
			<category>Predigten</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 22 Apr 2011 10:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Reminiscere</title>
			<link>http://ekiachern.de/nc/neuigkeiten/article/reminiscere/</link>
			<description>2. Sonntag der Passionszeit
Christuskirche Achern, 20. März 2011 Matthäus 12,38-41
... erinnern...</description>
			<content:encoded><![CDATA[2. Sonntag der Passionszeit
<p style="text-align: justify;">Christuskirche Achern, 20. März 2011<br /> Matthäus 12,38-41</p>
... erinnern wir uns an Jona: er – einer, der von Gott den Auftrag erhielt, nach Ninive zu gehen / hinein in diese verrufene Stadt Assyriens / hinein in eine Stadt, in der die Menschen noch so taten, als ob ...: als ob sie an Gott glauben würden (aber in Wirklichkeit kümmerte sich kaum noch einer um Gott und seine Gebote). Ja, es gab ein Gotteshaus mitten in ihrer Stadt (und nicht nur eines), aber kaum einer ging hin – ja, es gab genügend Hinweise auf Gott, aber kaum einer wollte sie entdecken und wahrhaben! Da versuchte es Gott noch einmal, ein letztes Mal und schickte Jona: dorthin, wo eigentlich keiner mehr etwas auf Gott geben wollte. Jonas Bedenken und Ängste sind verständlich: »Was nur wird mir dort blühen? Die Menschen dort werden mich auslachen und fortjagen, ich werde zur Witzfigur, zum Gespött der Leute! Schlimm genug, was sich da in Ninive alles abspielt – aber warum muss gerade ich dorthin??«
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Jona geht. Vielleicht sollte man eher sagen: Jona wird gegangen – von Gott! Und Gott ist es, der dann in Ninive durch den Mund Jonas hindurch spricht. Merkwürdig: Was Jona nicht für möglich hält, das geschieht: Die Leute hören ihm zu, sie verlachen ihn nicht, im Gegenteil: einzelne fangen an, umzudenken, umzukehren, Buße zu tun! Auffällig: es werden sogar immer mehr!</p>
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<p style="text-align: justify;"><b><i>Jonas große Sorge</i></b> </p>
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<p style="text-align: justify;">war: »Wie mag es mir nur in Ninive ergehen ... Was habe ich dort zu erwarten ... Werden die Menschen meinen Worten Glauben schenken? Und wie überhaupt soll ich mich ausweisen! Was denn habe ich in der Hand, um klipp und klar sagen zu können: ›Hört her, Gott hat mich gesandt / das und das soll ich euch sagen!‹« – Wer von uns kann Jona nicht verstehen? / Wer von uns wäre nicht auch manches Mal froh, wenn er bei all seinen Zweifeln schließlich klipp und klar weiß und sagen kann: ›Das ist Gottes Wort für mich ...‹? – Wenn wir doch schlüssig beweisen könnten: ›Gott ist da, wenn auch unbegreiflich, aber ER ist da! ER führt und leitet, hält und trägt, auch in schweren Zeiten!‹ </p>
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<p style="text-align: justify;">Jona überlegt: ›Wie kann ich mich ausweisen (wo ich keinen fälschungssicheren Personalausweis bei mir trage)? Was für ein Beglaubigungszeichen kann ich denn abgeben, auf dass mir die Leute Glauben schenken? Hab ich eins, hab ich keins?‹</p>
<p style="text-align: justify;">Sie ahnen es: um den Propheten Jona geht es heute Morgen in unserem Predigttext, aber nicht nur um ihn! Doch hören Sie selbst – Worte aus Matth. 12 (38-41): ...</p>
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<p style="text-align: justify;"><i>»Da fingen einige von den Schriftgelehrten und Pharisäern an und sprachen zu ihm: ›Meister, wir möchten gern ein Zeichen von dir sehen.‹</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Und er antwortete und sprach zu ihnen: ›Ein böses und abtrünniges Geschlecht fordert ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden, es sei denn das Zeichen des Propheten Jona.</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein.</i></p>
<p style="text-align: justify;"><i>Die Leute von Ninive werden auftreten beim Jüngsten Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr als Jona.«</i></p>
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<p style="text-align: justify;"><i>Liebe Gemeinde!</i></p>
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Verschiedenste Fragen beschäftigten den Propheten Jona damals -/- verschiedenste andere Fragen liefen auf Jesus von Nazareth zu. ER war aufgefallen: Lahme konnten wieder gehen, Blinde wieder sehen, Kranke wieder aufstehen – ja, der Ruf als Wundertäter ging ihm voraus. Aber: er war es nicht allein, der Menschen auf wundervolle Weise heilen konnte. Da gab es auch andere. Die Juden fragten sich: »Wer ist Er eigentlich? Ist Er der, auf den wir warten sollen? Der verheißene Messias, der Retter, der erwartete Heilsbringer?«
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<p style="text-align: justify;">Heilsbringer verschiedenster Art liefen auch damals umher. Wahre und falsche Propheten gab es genug. Wie es Sektenführer heutzutage tun, so verunsicherten falsche Propheten schon damals die Leute. ›Wem da noch glauben? / Wem vertrauen?‹ Die Leute erzählten dies und das: worauf aber ist Verlass? Immerhin, sie merkten: Dieser Jesus ist anders als die Propheten und Wundertäter neben ihm, Er ist ›mehr‹ als Jona und Jeremia! Aufgewühlt und beunruhigt von Seinem Reden und Tun fragten ihn schließlich etliche der Pharisäer und Schriftgelehrten: </p>
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<h3>»Meister, wir möchten gerne ein Zeichen von Dir sehen ...«,</h3>

›ein Zeichen, das uns letzte Gewissheit schenkt, dass wir Dir trauen können. Ein Zeichen, das unsere Zweifel ausräumt ...‹ – Wer kann diesen Wunsch nicht verstehen?

<p style="text-align: justify;"><b><i>»Meister, versteh uns doch!«</i></b> </p>
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<p style="text-align: justify;">›Was sollen wir den Leuten denn sagen, wenn wir es selber nicht genau wissen? Kannst Du uns denn keine Garantie für den Glauben geben, etwas Hieb- und Stichfestes / etwas, worauf man sich felsenfest verlassen kann?‹ – Wo so vieles mehrdeutig ist, hyper-kompliziert, unübersichtlich, zwielichtig und missver-ständlich / wo auf so wenig wirklich Verlass ist: da suchen wir Menschen alle&nbsp; nach Sicherheiten, nach Halt. Wir verlangen nach objektiven Beweisen, nach unverrückbaren Tatsachen – und ahnen im Grunde doch, dass es die nicht gibt. Was schon beweist ein Beweis! Durch welches Zeichen würden wir uns wohl endgültig überzeugen lassen? Noch so ausgefallene und spektakuläre Machttaten vermögen es nicht! Noch so viele Wunder Jesu ließen Menschen immer wieder auch gehörig zweifeln an Gott und Seiner Macht. Nie sind solche Zeichen in der Lage, völlige Gewissheit zu vermitteln – es sei denn: solche Zeichen werden mit glaubenden Augen gesehen!</p>
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<p style="text-align: justify;">Die Pharisäer und Schriftgelehrten fragten Jesus wohl kaum aus Sensationslust heraus – so nach dem Motto: ›Jesus, komm, nun mach mal! Nun beweis dich! Zeig, was du kannst!‹ </p>
<p style="text-align: justify;">Hätte Jesus auf ihren Wunsch nicht ganz einfach antworten können? Vielleicht gar mit einem schlagenden, ein-für-allemal überzeugenden Beweis? Wäre das nicht ein Leichtes für Ihn gewesen? Sah Er denn nicht den religiösen Hunger der Leute – wie unsicher und wackelig sie in ihrem Glauben waren, wie hin- und hergeworfen zwischen Anfechtung und Zweifel, Glauben-Wollen und Nicht-glauben-Können? – Stattdessen faucht Er sie an wie eine wild gewordene Furie: »Dieses bösartige und abtrünnige Geschlecht sucht ein Zeichen!« – Wahrlich kein Kavalierston. Hart, fast grob die Antwort, beleidigend (ganz anders, als wir es von Jesus erwarten): »Es wird euch kein anderes Zeichen gegeben als das des Propheten Jona!« Und damit sagt Jesus: ›Ihr habt so viel oder so wenig Beweis von mir wie die Menschen in Ninive von Jona! Ich bin zu euch gekommen, um euch zu predigen, genau wie Jona‹, sagt Jesus. ›Ich selbst in meiner Person (!) bin das Zeichen, das ihr sucht! MICH müsst ihr finden! Wie die Niniviten sich auf Jona eingelassen haben, so müsst ihr euch schon auf mich einlassen, wenn ihr die Wahrheit meiner Botschaft erfahren wollt! Es gibt keinen Beweis zum Glauben – ihr müsst MICH schon selbst erfahren!‹</p>
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<p style="text-align: justify;">Wer Beweise für die Liebe einfordert und einklagt, der belastet und gefährdet das zarte und zerbrechliche Band der Liebe. Wenn du erwartest, dass Gott Seine Liebe zu dir garantieren muss, bevor du vielleicht irgendwann das Bedürfnis in dir spürst, in Gott zu glauben – dann ist dein Misstrauen größer als dein Glaube. Frag dich bitte, ob dir solch ein schlagender Beweis letztlich weiterhilft, ob du dadurch wirklich zum Glauben findest ... </p>
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<p style="text-align: justify;"><b><i>»Breite deine Flügel aus und flieg mit mir«,</i></b> </p>
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<p style="text-align: justify;">sagte einst die Luft zu einem jungen Vogel, der fliegen lernen wollte. Er antwortete: »Beweise du Luft mir bitte erst, dass du mich auch wirklich trägst!« – Darauf die Luft: »Den Beweis bekommst du, aber erst, wenn du dich mir wirklich anvertraust / wenn du es ausprobierst, zu fliegen! Aber wenn du in deinem Nest hocken bleibst, kann ich es dir nicht beweisen. Du musst schon selbst deine Schwingen ausbreiten und dich mir ganz und gar überlassen – sonst erfährst du nie und nimmer, dass und wie ich dich trage!«</p>

›Lieben soll ich‹“, grübelt der eingefleischte Junggeselle vor sich hin. ›Da wird so viel von Liebe ›geschwafelt‹, aber gibt es das denn überhaupt: aufrichtige, herzliche Liebe?? Ich will erst wissen, was ich dafür aufbringen, investieren muss, wie ich mich verhalten, was ich beachten muss ...‹ – ›Lieber Kerl, so wirst du es nie begreifen! Erst der Liebende erfährt, wie schön und beglückend die Liebe ist – erst der Glaubende erfährt, wie tragfähig und lebensnotwendig, ja, auch: wie beglückend und erfrischend der Glaube ist!‹

Drei Gedanken zum Schluss:
Liebe kann blind machen, und auch Glaube kann blind machen. Blindes Vertrauen kann sogar lebensgefährlich sein! Oftmals müssen wir uns absichern, wirklich kritisch sein bis zum Geht-nicht-Mehr. Oft ist ein gesundes Misstrauen mehr als nötig, ja! Aber wenn wir immer und überall auf Sicherungen, Garantien und schlagenden Beweisen bestehen wollten, dann werden uns die wichtigsten und schönsten Erfahrungen im Leben verschlossen bleiben: die Erfahrungen des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung! 

Zweitens: Lassen Sie sich bitte fragen: Durch welches Zeichen denn (»Meister, wir wollen ein Zeichen«) / durch welches Zeichen denn würden Sie sich endgültig überzeugen lassen? Wollen wir etwa, dass Gott uns durch einen schlagenden Beweis ›erschlägt‹?? – Gott hat andere Zeichen gesetzt: ER hat Seinen Sohn für uns Mensch werden lassen, ihn für uns ans Kreuz schlagen lassen, ihn für uns am dritten Tage aus dem Tode auferweckt: aus lauter Liebe zu dir und mir! Keinen von uns will ER verlieren, jeden von uns will ER gewinnen für ein Leben in Seinem Friedensreich!

Drittens: »Meister, wir wollen ein Zeichen.« – Jesus antwortete anders, als die Leute es wollten. Auch die Menschen in Ninive erhielten keine Beweise, aber instinktiv spürten sie wohl: ›Diese Predigt geht uns an. Diesen Ruf zur Umkehr dürfen wir nicht überhören. Hier spricht Gott selbst zu uns. Wir können es uns nicht leisten, ohne Gott leben zu wollen. Sonst gehen wir unter!‹ – Jona sagte nicht: ›Jetzt glaubt mal schön‹ (so, als ob Glaube das Selbstverständlichste und Einfachste von der Welt wäre) – aber Menschen fingen an, Gott beim Wort zu nehmen. Sie spürten die Vollmacht, die ihnen aus den Worten Jonas entgegen-kam. Sie spürten, wie ihr Herz brannte. Erstmals in ihrem Leben begegneten sie dem lebendigen Gott! Ihr Leben drehte sich. Sie beteten, baten Gott, Glauben in ihr Herz zu legen. Merkwürdig: Das Wunder geschah: Menschen fanden ganz neu zum Glauben! Dieses Wunder geschehe auch heute, hier, in unserer Mitte! Amen.]]></content:encoded>
			<category>Predigten</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 12:00:00 +0100</pubDate>
			
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